Sa, 17. November 2018

Scheidung als Auslöser

05.06.2018 10:47

Sechs Menschen getötet und sich selbst gerichtet

Im US-Bundesstaat Arizona hat ein Mann innerhalb von fünf Tagen sechs Menschen erschossen und schließlich sich selbst gerichtet. Mindestens vier der sechs Opfer - unter ihnen ein forensischer Psychiater und ein Anwaltsgehilfe - habe der 56-Jährige im Zusammenhang mit seiner Scheidung und einem Sorgerechtsstreit umgebracht, hieß es.

Die Ermittler prüften laut Medienberichten derzeit noch die Hintergründe der letzten zwei Morde. Der Mann wird verdächtigt, die Morde seit Donnerstag in den Städten Scottsdale und Phoenix begangen zu haben. Am ersten Tatort fanden Ermittler auf einer Patronenhülse DNA-Spuren des 56-Jährigen, wie der Sender CNN berichtete.

In Hotelzimmer selbst gerichtet
Am Samstag erhielt die Polizei schließlich einen Hinweis, der sie auf die Fährte des mutmaßlichen Täters führte. Ein DNA-Abgleich mit einem Verwandten des Verdächtigen brachte den Ermittlern Gewissheit. Am Montag umzingelten die Polizeikräfte das Hotel „Extended Stay America“ (siehe Karte oben) in Scottsdale, wo sie den Mann schließlich tot in einem Zimmer fanden.

Ex-Ehefrau: „Emotional gestörte Person“
Laut Gerichtsunterlagen, die dem lokalen Sender ABC15 vorlagen, hatte der Mann im Mai 2009 die Scheidung von seiner Frau eingereicht. Diese erklärte am Montag, dass der Verdächtige eine „emotional gestörte Person“ sei und sie neun Jahre lang um ihre Sicherheit gefürchtet habe. Der getötete Psychiater sei Berichten zufolge angewiesen worden, den 56-Jährigen in dem Scheidungsverfahren zu behandeln, während zwei Anwaltsgehilfen für jene Anwaltskanzlei arbeiteten, die die Frau vertrat.

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