Mi, 15. August 2018

Grüne versus ÖVP:

18.05.2018 13:48

Wie viel Wolf verträgt unser Oberösterreich?

Am Donnerstag trottete auch der Wolf durch Oberösterreichs Landtag und war dort nur teilweise willkommen. ÖVP-Landesrat Max Hiegelsberger sieht keinen Platz für das Raubtier in unserem Land, was wiederum die Grünen irritiert: „Wir müssen dafür sorgen, dass der Wolf seinen Lebensraum bekommt“, verlangen sie.

Quasi aus dem Märchen „Rotkäppchen“ in die Realität gekommen, hat es der Wolf  in eine Landtagsanfrage von Grünen-Klubchef Gottfried Hirz an den jagdrechtlich zuständigen ÖVP-Politiker Max Hiegelsberger geschafft: Was er tun werde, um „die gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes zu erhöhen“, fragt Hirz furios.

Auch der Wolf hat Abstände einzuhalten
Der Landesrat erinnert trocken daran, dass es  in der EU-Richtlinie über die Lebensräume der Tiere und Pflanzen vorgeschriebene Abstände gebe, „die auch der Wolf einzuhalten hat“, nämlich 500 Meter zu bewohnten Gebäuden und 200 Meter zu anderen. Das füllt die Oberösterreich-Karte fast ganz mit einer  roten Verbotszone mit weißen Flecken nur im alpinen Raum, wo Koexistenz zwischen Wolf auf der einen und Nutztieren (Schafe, etc.) sowie  Menschen auf der anderen Seite nicht möglich sei.

Schutz des Menschen hat Priorität
Für Hiegelsberger steht der Schutz des Menschen im Vordergrund, der Wolf möge daher zum Beispiel in Kasachstan bleiben, wo er eh schon der zweitstärkste Fleischfresser sei.

Der Wolf muss Lebensraum bekommen
Die Grünen finden Hiegelsbergers Haltung „irritierend“. Klubobmann  Hirz mahnt wolffreundlich: „Den Wolf vor allem als Bedrohung zu sehen, ist der falsche Zugang. Es geht nur darum, wie wir mit seiner Rückkehr umgehen. Wir müssen dafür sorgen, dass der Wolf in Oberösterreich seinen Lebensraum bekommt. Dafür müssen Politik, Experten und Interessensgruppen an einem Strang ziehen.“

Grüne fordern Maßnahmen pro Wolf
In diesem Sinn haben die Grünen im Landtag beantragt,  konkrete Maßnahmen zur Wiederansiedlung des Wolfes zu setzen. Unter anderem fordern sie „einen Wolfsmanagementplan und ein Wolfsmonitoring“.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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