Do, 16. August 2018

An der Uhr gedreht

05.05.2018 09:30

Diktator Kim passt seine Zeitzone an Südkorea an

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hat an der Uhr gedreht: Nach der Annäherung an Südkorea, mit dem sich das Land noch offiziell im Krieg befindet, hat sich der Machthaber dazu entschlossen, die Zeitzone wieder an seinen Nachbarn anzupassen. Seit dem Jahr 2015 tickten die Uhren in Nordkorea um eine halbe Stunde anders.

Kim Jong Un führte vor drei Jahren die „Pjöngjang-Zeit“ ein, um die Befreiung der koreanischen Halbinsel von japanischer Kolonialherrschaft vor 70 Jahren zu feiern. Die Uhren wurden damals um eine halbe Stunde zurückgedreht. 

Kim Jong Un fand Zeitunterschied bei Gipfel „sehr schmerzhaft“
Nach einem historischen Treffen zwischen Kim und dem südkoreanische Präsidenten Moon Jae In Ende April wird dieser Schritt nun rückgängig gemacht. Die Uhren wurden am Samstag wieder um eine halbe Stunde vorgestellt - Nordkorea ist nun wieder in derselben Zeitzone wie Südkorea und Japan. Der staatliche Nachrichtendienst KCNA vermeldete, dass es für den Machthaber „sehr schmerzhaft“ gewesen sei, als er während des Gipfeltreffens mit Moon zwei Uhren gesehen hätte, die die unterschiedlichen Zeiten der beiden Länder anzeigten.

Gleiche Zeitzone erleichtert Flugverkehr innerhalb Koreas
Doch vermutlich hat die Umstellung in Wahrheit viel praktischere Gründe. Nordkorea will eine Flugverbindung zu seinem Nachbarn herstellen. Die Einrichtung eines Flugkorridors zwischen Pjöngjang zum südkoreanischen Flughafen Incheon wurde am Freitag beantragt. Derzeit gibt es keine regulären Flugverbindungen zwischen den beiden Staaten, die sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand befinden.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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