Aufgriffe in Suben

Illegale im Lkw: Droht neue Flüchtlings-Welle?

Kommt eine neue Flüchtlings-Welle? Monatelang war Ruhe, jetzt gab’s binnen einer Woche auf der A 9 den dritten Aufgriff von illegalen Einwanderern. Wieder meldete sich der Pakistani „zufällig“ am Zollamtsplatz Suben. Dass die Lkw-Fahrer nicht mehr als Schlepper angezeigt werden, hilft den Schleusern.

Es wirkt wie ein Déjà-vu aus dem Jahr 2015: Auch hier begann es mit vereinzelten Aufgriffen vor allem auf der A 1 und A 9 von illegalen Zuwanderern - und mündete in der Mega-Migrationsbewegung, bei der am Ende nur noch durchgewunken wurde.

Keine Anzeigen mehr
Damals wurden Lenker, die illegale Einwanderer dabei hatten, angezeigt. Das hat sich jetzt geändert: Wenn man dem Fahrer nicht nachweisen kann, dass er die Personen aufgenommen hat, kommt er ungeschoren davon. Derzeit läuft’s so ab: Vor allem bei türkischen Lkw, die Richtung Deutschland fahren, werden die Planen bei einer Pause aufgeschnitten und die Migranten dadurch auf den Anhänger geschleust.

Klopfzeichen im Lkw
Hunderte Kilometer bleiben sie ruhig, melden sich dann durch Klopfzeichen. Wie am Sonntag, als am Zollamtsplatz Suben ein türkischer Lenker Klopfzeichen hörte und die Polizei rief: Am Auflieger war ein junger Pakistani versteckt. Der dritte Aufgriff in einer Woche. Zwei Tage zuvor waren bei einem Türken zwei Iraner (22, 26) als blinde Passagiere an Bord gewesen und hatten sich auch in Suben bemerkbar gemacht. Sie kamen ins Polizeigefängnis.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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