So, 21. Oktober 2018

Busserl zur Begrüßung

24.04.2018 09:47

Macrons USA-Besuch beginnt mit Kuss für Trump

Donald Trump hat erstmals in seiner Amtszeit offiziell einen Staatsgast empfangen: Am Montagabend traf der französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte in Washington zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA ein. Zur Begrüßung durch Donald und Melania Trump im Weißen Haus gab es für den überrascht wirkenden US-Präsidenten, der für seine langen Handschläge bekannt ist, links und rechts ein Küsschen. Am Dienstag, an dem Macron auch mit militärischen Ehren empfangen wurde, und am Mittwoch werden die beiden Staatsmänner neben anderen Themen vor allem den weltweiten Handel, die Beziehungen zum Iran und die Lage im Bürgerkriegsland Syrien besprechen.

Macron wird am Mittwoch außerdem eine Rede im Kapitol halten. Eine ähnliche Ehre war im Jahr 1960 dem damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle zuteilgeworden. An den politischen Gesprächen sollen auch Trumps neuer nationaler Sicherheitsberater John Bolton sowie mehrere Minister teilnehmen.

Erster offizieller Staatsbesuch bei Trump
Nach zahlreichen Arbeitsvisiten ausländischer Staats- und Regierungschefs bei Trump wurde für Macron nun erstmals ein offizieller Staatsbesuch organisiert. Teil des Programms war am Montagabend ein Dinner auf dem Anwesen des ersten US-Präsidenten George Washington. Das Areal vor den Toren der US-Hauptstadt wird derzeit als Museum genutzt. Trump und Macron ließen sich wie ihre Frauen mit Golfwagen übers Gelände chauffieren. Zuvor hatten die beiden Politiker im Garten des Weißen Hauses einen Eichenbaum gepflanzt. Die Steineiche stammt aus einem Wald im französischen Aisne, wo zum Ende des Ersten Weltkriegs Tausende US-Soldaten ihr Leben gelassen hatten.

Gutes persönliches Verhältnis zwischen Trump und Macron
Den beiden Präsidenten wird ungeachtet teils sehr unterschiedlicher Auffassungen zu Politik und Politikstil ein gutes persönliches Verhältnis nachgesagt. Macron hatte den US-Präsidenten und die First Lady im Sommer 2017 zu den Festivitäten des französischen Nationalfeiertags eingeladen. Trump soll sich am Bastille-Tag die Anregung für eine eigene Militärparade geholt haben, die er in Washington abhalten will.

Atomdeal mit dem Iran wichtiges Gesprächsthema
Macron dürfte versuchen, Trump vor allem hinsichtlich des Atomdeals mit dem Iran ins Gewissen zu reden. Die Europäer fürchten, dass die USA im Mai aus dem Abkommen aussteigen werden. Beim Welthandel hatte Frankreich zuletzt deutlich gemacht, dass die EU-Länder nicht einerseits mit US-Strafzöllen belegt werden dürften, andererseits aber als Partner der USA im Kampf gegen unredliche Praktiken in China auftreten wollten.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.