Mo, 20. August 2018

Toronto verlor 106:98

23.04.2018 06:10

Pöltl stark, aber Wizards gleichen im Play-off aus

Die Toronto Raptors haben auch das zweite Auswärtsspiel in der ersten Play-off-Runde der National Basketball Association (NBA) bei den Washington Wizards verloren. Nach dem 98:106 ist die „best of seven“-Serie somit ausgeglichen. Beim Stand von 2:2 steigt in der Nacht auf Donnerstag (1.00 Uhr MESZ) im Air Canada Centre das fünfte Aufeinandertreffen. 

Toronto hatte die Partie in der Capital One Arena vor der Pause ganz klar kontrolliert und war mit einem 51:40 in die Halbzeit gegangen. Doch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die vom überragenden Bradley Beal (31 Punkte) und von John Wall (27) angeführten Gastgeber plötzlich „on fire“. Sie machten den Rückstand noch im dritten Abschnitt wett und feierten letztlich den zweiten Erfolg hintereinander im Play-off. Dabei musste Topscorer Beal bereits fünf Minuten vor Schluss nach seinem sechsten Foul vom Parkett. Zwischen den Raptors und den Wizards hat es in der Serie somit bisher nur Heimsiege gegeben.

Der Wiener Jakob Pöltl bekam bei seinem zehnten Play-off-Auftritt mit 24:27 Minuten so viel Einsatzzeit wie nie zuvor in der NBA-Postseason. Er verbuchte dabei eine persönliche Bestleistung von zehn Punkten. Mit sieben Rebounds stellte er zudem seinen Höchstwert im Play-off ein. Der 2,13 Meter große Center beging eineinhalb Minuten vor Schluss sein sechstes Foul. Die Kanadier - DeMar DeRozan (35) und Kyle Lowry (19) waren die erfolgreichsten Scorer - hätten in der ersten Hälfte „sehr viel richtig gemacht, gut verteidigt und gereboundet und auch offensiv gute Lösungen gefunden“, resümierte der 22-Jährige.

Zu viele Ballverluste
„Wir hatten aber von Anfang an wieder zu viele Ballverluste“ - letztlich 18 gegenüber 13 der Wizards. „Im Schlussviertel haben wir offensiv den Ball schlecht bewegt“, so Pöltl. „Leider haben wir auswärts in beiden Spielen nicht annähernd unseren besten Basketball gezeigt“, fügte er hinzu. „Wenn Bradley (Beal) so spielt wie heute, müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken“, kam vor Spiel fünf bereits eine Kampfansage von Washington-Star Wall.

2:2 steht es auch zwischen den Cleveland Cavaliers und den Indiana Pacers. Der Champion des Jahres 2016 gewann Spiel vier auswärts denkbar knapp mit 104:100. Wenig überraschend zeichnete LeBron James mit 32 Punkten, 13 Rebounds und sieben Assists hauptverantwortlich, es war sein bereits 100. Play-off-Spiel mit zumindest 30 Zählern. Angeführt vom wie Pöltl vor knapp zwei Jahren gedrafteten Domantas Sabonis (19 Zähler) scorten bei Indiana sieben Spieler zweistellig. Die mannschaftlich geschlossene Leistung blieb gegen den überragenden „King James“ jedoch unbelohnt.

Antetokounmpo brachte Milwaukee zurück ins Spiel
Die Boston Celtics mussten nach einer knappen 102:104-Niederlage bei den Milwaukee Bucks ebenfalls den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Der Rekordmeister, der aufgrund einer katastrophalen Wurfquote von 30 Prozent vor der Pause nur 35 Zähler erzielte, lag im dritten Viertel bereits mit 20 Punkten (45:65) im Hintertreffen. Angeführt von Jaylen Brown (34 Punkte) kämpften sich die „Kelten“ aber zurück und gingen im Finish sogar mit 100:99 in Führung. Doch ein Dreier von Malcolm Brogdon und ein Tip-in von Giannis Antetokounmpo, der mit 27 Punkten Bucks-Topscorer war, brachte Milwaukee den nächsten Heimsieg.

Die Golden State Warriors verpassten durch eine 90:103-Niederlage in San Antonio den erneuten 4:0-Sweep gegen die Spurs. Damit endete die Rekordserie des Titelverteidigers aus Oakland, der zuvor 18 Play-off-Siege en suite in der Western Conference gefeiert hatte. Bei San Antonio fehlte erneut Cheftrainer Gregg Popovich auf der Bank, nachdem seine Frau Erin am vergangenen Mittwoch gestorben war.

Nach einem Horrorstart mit sieben Ballverlusten im ersten Viertel liefen die Warriors von Beginn weg einem Rückstand hinterher. Kevin Durant stemmte sich mit 34 Punkten und 13 Rebounds zwar tapfer gegen die Niederlage, doch in Abwesenheit des nach seiner Knieverletzung im Aufbautraining befindlichen Spielmachers Stephen Curry verwertete dessen „Splash Brother“ Klay Thompson nur vier seiner 16 Würfe aus dem Feld und kam auf lediglich zwölf Zähler.

Play-off-Ergebnisse der National Basketball Association (NBA) vom Sonntag - 1. Runde („best of seven“), jeweils 4. Spiel: Eastern Conference:
Washington Wizards - Toronto Raptors (Jakob Pöltl mit zehn Punkten und sieben Rebounds in 24:27 Minuten) 106:98 - Stand in der Serie 2:2,
Indiana Pacers - Cleveland Cavaliers 100:104 - Stand in der Serie 2:2,
Milwaukee Bucks - Boston Celtics 104:102 - Stand in der Serie: 2:2

Western Conference:
San Antonio Spurs - Golden State Warriors 103:90 - Stand in der Serie: 1:3

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