Di, 14. August 2018

Nach Angriff auf Juden

21.04.2018 13:19

Auschwitz-Komitee: „Bedrohung massiv gewachsen“

„Durch das Zusammenfließen rechtsextremer und islamistischer Faktoren des Hasses gegenüber jüdischen Menschen“ hat sich die Situation des Antisemitismus nach Ansicht des Internationalen Auschwitz Komitees in vielen europäischen Ländern zu einem völlig neuen Bedrohungsszenario ausgewachsen. Dessen Dimensionen seien noch gar nicht zu überschauen, sagte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner in einer Erklärung am Samstag. Erst am vergangenen Mittwoch hatte ein antisemitischer Zwischenfall in Berlin für Empörung gesorgt (Video oben).

Hinzu komme die zunehmende Indifferenz der Gesellschaft und auch subtiler Antisemitismus in der politischen Mitte. In vielen Ländern Europas sei auch die Bedrohungssituation gegenüber Überlebenden des Holocaust massiv gewachsen, so Heubner. Bei ihnen führe dies nicht nur zu einer bohrenden Unruhe sondern zu der verstörenden Frage, „ob ein zukünftiges jüdisches Alltagsleben ihrer Familien in europäischen Ländern noch vorstellbar, erwünscht und möglich ist“.

Merkel: „Dieser Kampf muss gewonnen werden“
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte daraufhin wie andere Politiker am Mittwoch gemahnt, mit Härte und Entschlossenheit gegen jegliche Form von Antisemitismus vorzugehen. „Dieser Kampf gegen solche antisemitischen Ausschreitungen muss gewonnen werden“, sagte sie.

Empörungswelle darf nicht zur „Eintagsfliege“ werden
„Damit aus der jetzigen Empörungswelle nicht erneut eine Eintagsfliege wird“, gehört laut Heubner zur notwendigen aktuellen Empörung aber auch die breite Analyse der entstandenen gesellschaftlichen Situation mit all ihren Facetten durch Vertreter von Politik, Pädagogik und Wissenschaft.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.