Sa, 22. September 2018

Tragödie in Linz:

27.03.2018 05:00

Sechs Fragen zur Demenz

Der Fall um einen knapp 80-jährigen Linzer, der fast eine Woche neben seiner verstorbenen Frau gelebt hat, rüttelt auf – der an Demenz leidende Senior hatte geglaubt, sie schlafe. Derzeit sind mehr als 20.000 Oberösterreicher an Demenz erkrankt. Dr. Peter Dovjak vom Klinikum Gmunden weiß, dass man vorbeugen kann.

Kann man die Demenz-Erkrankung verhindern?
„Wer mehr Obst und Gemüse isst, sich körperlich und vor allem auch geistig fit hält, ist besser geschützt, kann Auswirkungen merklich verzögern. Besonders, wenn es sich um Demenz ausgelöst durch Gefäßerkrankungen handelt“, weiß Geriatriker Peter Dovjak.

Ab wann sollte man sich auf Demenz untersuchen lassen?
Denk- und Gedächtnisstörungen, Einschränkungen von Sprechen, Lesen oder Rechnen müssen länger als sechs Monate andauern.

Ist die Diagnose von Alzheimer eindeutig?
„Leider nicht. Dazu bräuchte es eine Gehirn-Biopsie, die aber lebensgefährlich ist. Wir beurteilen den Verlauf und bildgebende Befunde. Das ist eine Wahrscheinlichkeitsdiagnose“, erklärt Dr. Peter Dovjak.

Wie erkennt man, dass man an Demenz leidet?
Es gibt verschiedene Tests, ob man betroffen sein könnte. Etwa der Uhrentest: Ein analoges Ziffernblatt mit der Uhrzeit zehn nach elf aufzeichnen.

Ist Demenz heilbar?
„Wer an Alzheimer-Demenz erkrankt ist, stirbt in der Regel binnen fünf Jahren. Wer viel länger lebt, hat eine falsche Diagnose. Zehn Prozent der Demenz-Erkrankungen sind heilbar.“

Leiden Demenz-Patienten?
Meist leiden die Angehörigen – 80 Prozent der Patienten werden daheim betreut – mehr als die Patienten.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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