Teurer Pfusch

Tauernautobahn muss schon wieder saniert werden

Kärnten
16.10.2009 09:45
Wer glaubt, die Tauernautobahn in Kärnten würde irgendwann einmal frei von Baustellen werden, der irrt. Es geht schon wieder los! Noch dazu am jüngsten und angeblich modernsten Teilstück, der erst eineinhalb Jahre alten "Einhausung Trebesing": Hier ist der Fahrbahnbelag derart schlecht, dass er schon erneuert werden muss. Auch die "Wackelbrücke" (Bild) soll jetzt endgültig bis 2010 fertig saniert werden.

2007 war das Bauwerk, das Trebesing vor Lärm und Abgasen schützt, fertig gestellt worden. Der künstliche Tunnel – ein Teil der 100 Millionen Euro teuren Generalsanierung der A10 – wurde als hochmodern und sicher gepriesen. Doch schon bald musste das Höchsttempo von 100 auf 80 km/h gedrosselt werden: Die Fahrbahn ist zu rutschig, hat zu wenig „Grip“.

Bau-Qualität blieb auf der Strecke
„Die Mängel wurden lange geprüft, es wurde überlegt, ob repariert werden kann. Aber das geht nicht. Es muss alles neu gemacht werden“, bestätigt Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler: „Dabei hatte ich von Anfang an gewarnt, man solle nicht überschnell bauen. Doch der damalige Vorstand der Asfinag hat nicht gehört. Da ist dann offenbar die Bau-Qualität auf der Strecke geblieben.“

Die Kosten für die Sanierung wird die bauausführende Firma tragen. Gerichtliche Auseinandersetzungen sollen angeblich vermieden werden. Ebenso wie beim zweiten „Pfusch“, der sogenannten „Wackelbrücke“. Sie soll ebenfalls bis Ende 2010 jetzt endgültig saniert werden. Bei dieser Konstruktion hatte sich ja bekanntlich die Fahrbahn „in Wellen“ gelegt; der gesamte Unterbau muss erneuert werden.

von Hannes Mösslacher („Kärntner Krone“)

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