Mo, 18. Juni 2018

Erschreckende Bilder

10.03.2018 16:56

Taucher schwimmt durch Meer voller Plastikmüll

Für viele ist Bali der Inbegriff eines Urlaubsparadieses. Umso schockierender sind die Videoaufnahmen, die jetzt ein Taucher auf Facebook veröffentlicht hat. Der Brite Rich Horner wollte in den Gewässern vor der indonesischen Küste eigentlich Rochen filmen, doch statt der Fische bekam er Unmengen von Plastikmüll vor die Linse.

Die erschreckenden Bilder entstanden vergangene Woche am Manta Point vor der Insel Nusa Penida, rund 20 Kilometer von Bali entfernt. Weil Mantarochen häufig dort auftauchen, um sich von kleinen Fischen säubern zu lassen, ist der Ort bei Tauchern sehr beliebt.

Das Fisch-Spektakel konnte Horner allerdings nicht filmen. Stattdessen bekam der Taucher vor allem Plastikmüll vor die Linse. „Die Strömung hat uns ein schönes Geschenk aus Quallen, Plankton, Blättern und Ästen gebracht. Oh, und Plastik … so viel Plastik“, schreibt er auf Facebook.

Strömung spülte Müll zurück ins Meer
Bereits am nächsten Tag war der ganze Abfall wieder aus der Küstenregion verschwunden. Dies sei laut Hornber allerdings nichts Ungewöhnliches. Denn „was die Strömung bringt, nimmt sie auch wieder mit“. Dies sei zwar eine gute Nachricht für die Fische am Manta Point, so der Brite. „Leider ist all der Müll aber immer noch irgendwo im Indischen Ozean. Er wird nicht einfach so verschwinden.“

Bald mehr Müll als Fische?
Erschreckende Bilder wie diese gibt es derzeit leider immer öfter zu sehen. Laut einer Studie werde bis 2050 sogar mehr Plastikmüll in den Ozeanen der Welt schwimmen als Fische. Indonesien hat sich deshalb im vergangenen Jahr dem UN-Umweltprogramm „Saubere Meere“ zur Vermeidung von Plastikmüll angeschlossen. Die Regierung in Jakarta verpflichtete sich, die Plastikabfälle bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent zu verringern. Dabei ist vorgesehen, den Müll zu recyceln, Kampagnen für den Umweltschutz zu starten und den Kampf gegen Plastiksackerl im Einzelhandel anzugehen.

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