Englische Härte

Stefan Maierhofer: "Da wird brutal reingestiegen"

Fußball
08.10.2009 14:05
Stefan Maierhofer hat bisher rund drei Trainingswochen bei seinem neuen Klub Wolverhampton Wanderers verbracht und dabei offenbar äußerst positive Eindrücke gesammelt. "Die Premier League ist die beste Liga der Welt", erklärte der Teamstürmer am Donnerstag. Die höhere physische Intensität mache sich schon im Training bemerkbar. "Da wird brutal reingestiegen. Ich muss immer Schienbeinschützer tragen, sonst hätte ich wahrscheinlich schon einen Schienbeinbruch", meinte Maierhofer.

In der Premier League könne er seine körperlichen Vorzüge besser als in Österreich ausspielen, meinte der 2,02-Meter-Stürmer. "Die Schiedsrichter lassen in vielen Situationen weiterspielen, was in Österreich nicht so ist. Da kannst du den Körper besser hinstellen. Es ist ein härteres Spiel, das kommt mir zugute."

"Mit der Situation zufrieden"
Sein Zimmer in Wolverhampton teilt der Ex-Rapidler mit Nenad Milijas, der im Juni in Belgrad per Elfmeter den 1:0-Siegestreffer der Serben gegen Österreich in der WM-Qualifikation erzielte. Der im Sommer um rund drei Millionen Euro von Roter Stern Belgrad geholte Mittelfeldspieler ist derzeit nur Reservist, auch Maierhofer begann in der Liga bisher auf der Bank. "Aber ich bin mit der Situation sehr zufrieden. Ich freue mich auf jedes Training und werde meine Einsatzminuten bekommen."

Bei den Wanderers gab der irische Coach Mick McCarthy im Angriff bisher seinen Landsleuten Kevin Doyle und Andy Keogh den Vorzug, das Verhältnis zum 50-Jährigen ist dennoch konfliktfrei. "Der Trainer hat mir gesagt, dass er mit der Art und Weise, wie ich mich präsentiere, sehr zufrieden ist. Ich muss mich noch hinten anreihen, aber ich werde sicher zu meinen Chancen kommen."

Maierhofer wünscht sich Geduld
Was den endgültigen Durchbruch im Ausland betrifft, wünscht sich Maierhofer von der Öffentlichkeit für sich selbst und vor allem auch für seinen Ex-Rapid-Kollegen Erwin Hoffer eine große Portion Geduld. "Bei Jimmy kann man nicht schon nach einem Monat sagen, dass der Wechsel ein Fehler war. Reden wir im Frühjahr weiter."

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(Bild: KMM)



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