05.10.2009 09:44 |

Skylink-Desaster

Flughafen Wien: Es bleibt bei 830 Millionen Euro

Die Vertragsverlängerungen zwischen Flughafen Wien AG und ihren Auftragnehmern zur Weiterführung der Bauarbeiten bei der Erweiterung des umstrittenen Airport-Terminals Skylink sind noch nicht alle unter Dach und Fach. Die Verhandlungen und die Ausschreibungen würden "positiv" verlaufen, es gebe jedenfalls kein Indiz dafür, dass die bisher prognostizierte Investitionssumme von 830 Millionen Euro überschritten werde, erklärte die börsenotierte Gesellschaft am Montag. Ziel sei, dass dieser Betrag unterschritten und der Zeitplan eingehalten werde.

Mitte Oktober will Rechnungshof-Präsident Josef Moser mit der Prüfung des Flughafens Wien beginnen - obwohl die vom Nationalrat abgesegnete RH-Kompetenzerweiterung noch der Zustimmung des Bundesrates und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt bedarf.

Da im Gesetzestext ein Hinweis auf die rückwirkende Prüfkompetenz fehle, macht sich der Airport laut Insidern Hoffnungen, dass eine Skylink-Prüfung weiter nicht möglich sei. Unternehmenssprecher Peter Kleemann stellt das zwar in Abrede, der Grüne RH-Experte Heinz Hattinger hält dies aber wegen zu schwammiger Formulierungen im Gesetz für denkbar.

Weitere Details rund um die Causa findest du in der Infobox!

Anlassfall für die Gesetzesänderung war der - vorübergehend gestoppte - Bau des neuen Flughafen-Terminals Skylink, bei dem die Kosten von ursprünglich rund 400 auf 830 Millionen Euro explodiert sind. Von Experten waren dabei weitere Kostenanstiege in Richtung einer Milliarde Euro nicht ausgeschlossen worden. Am Flughafen Wien halten die Länder Wien und Niederösterreich 40 Prozent.

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