Über 198.000 Fälle

Kärnten: Krankenstände immer kürzer

Kärnten
18.01.2018 21:51
Porträt von Christian Rosenzopf
Von Christian Rosenzopf

So oft wie noch nie haben die Kärntner Arbeitnehmer im Vorjahr in Krankenstand gehen müssen. 198.022 Fälle wurden allein bei der GKK gemeldet. Andererseits kehren die Betroffenen auch immer schneller zu ihrem Arbeitsplatz zurück. Experten warnen aber davor, Krankheiten aus Angst vor Jobverlust zu ignorieren.

Erstmals in der Geschichte wurde 2017 bei den Krankenständen die 198.000-Marke überschritten. Hauptursache waren grippale Infekte und Erkältungen. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren waren es lediglich 155.224 Fälle gewesen. 102.430 Fälle betrafen im Vorjahr die Männer, 95.592 die Frauen. Das bedeutete insgesamt einen Zuwachs um 1014 Fälle oder 0,51 Prozent gegenüber 2016. Andererseits dauern die Krankenstände immer kürzer. Waren es vor 20 Jahren im Schnitt noch 13,49 Tage, so waren es im Vorjahr „nur“ noch 10,2 Tage. Ein historischer Tiefstand. 
„Es hat sicher auch damit zu tun, dass einige Angst vor dem Jobverlust haben und daher früher zurückkehren“, vermutet Primarius Wilfried Peterz. Sein dringender Rat: „Spätestens bei Fieber unbedingt daheim bleiben und gut auskurieren! Erst wieder arbeiten, wenn man sich echt fit fühlt.“

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