Obwohl mit Samuel Eto'o und Zlatan Ibrahimovic zwei Torjäger von Weltformat jeweils gegen ihr Ex-Vereine gespielt hatten, warteten die über 80.000 Zuschauer vergeblich auf einen Treffer. Das Duell der Stürmer endete aber mit einem Punktesieg für den langen Schweden, der an seiner früheren Wirkungsstätte gnadenlos ausgepfiffen wurde und kurz nach Spielbeginn die Führung der Gäste auf dem Fuß hatte.
"Verräter" Ibrahimovic bleibt cool
"Wir hätten den Sieg verdient gehabt, waren die bessere Mannschaft", betonte Ibrahimovic, den einige Inter-Fans auf Spruchbändern als "Verräter" beschimpften. Der Skandinavier blieb cool und verstand die Pfiffe als Kompliment. "Offensichtlich hingen sie an mir", meinte der 27-Jährige. Inter-Coach Mourinho, der vor dem Schlager Eto'o zum besten Stürmer der Welt erklärt hatte, war mit dem Kameruner zufrieden. "Es war schwierig für ihn. Aber er hat hart für die Mannschaft gearbeitet und das will ich von ihm sehen."
Dass Inter hätte gewinnen können, sah nur Mourinho so. Für die eng befreundeten Club-Präsidenten Massimo Moratti und Joan Laporta auf der Ehrentribüne schien das 0:0 dagegen fast das Wunschresultat zu sein.
"Waffenstillstand in Mailand"
"Wir wollen als erste in Europa die Trophäe zweimal in Folge gewinnen. Sollten wir es aber nicht schaffen, dann wünsche ich Inter den Cupsieg", hatte Barcas Chef Laporta vor dem Anpfiff verraten. Prompt wählte "El Mundo" den Titel: "Waffenstillstand und keine Opfer in Mailand." Und so gratulierten die Bosse einander, und Moratti freute sich über die Rekordeinnahme von über 3,5 Millionen. So viel hat bis dato noch keine Partie in der "Königsklasse" eingebracht.
Kiew siegt gegen Kasan
Im zweiten Spiel der Gruppe F feierte Dinamo Kiew einen 3:1-Heimsieg gegen Rubin Kasan. Der Argentinier Alejandro Dominguez brachte den russischen Meister mit einem direkt verwandelten Freistoß zwar in Front (25.), Ayila Yussuf (71.), Gerson Magrao (79.) und Oleh Gusew (85.) drehten aber noch die Partie zugunsten der Ukrainer.
Rot-Sünder Gilardino sieht sich als Opfer
In Lyon sah sich der italienische Stürmer Alberto Gilardino als Opfer des Unparteiischen, als er kurz vor dem Pausenpfiff wegen eines Ellbogenchecks vom Platz flog. Der AC Fiorentina verlor daraufhin trotz seines überragenden Torwarts Sebastian Frey 0:1. Mit diesem Resultat endete auch die zweite Partie in Gruppe E. Die schwachen Liverpooler rangen an der Anfield Road Neuling VSC Debrecen nieder.
Arsenal wacht erst zum Schluss auf
Spannend machte es auch Arsenal in Lüttich, wo die "Kanoniere" ihrem Ruf erst im Finish gerecht wurden. Nachdem sie knapp nach der Pause auf 1:2 verkürzt hatten, schlugen die Londoner später innerhalb von drei Minuten noch zweimal zu. "Wir wurden kalt erwischt. Auswärts zu gewinnen und dabei drei Tore zu schießen, ist immer schwierig", meinte Trainer Arsene Wenger. Drei Punkte gab es in Pool H auch für Olympiakos (1:0 in Piräus gegen AZ Alkmaar).
In der Gruppe G heißt der erste Tabellenführer FC Sevilla, der daheim Unirea Urziceni erwartungsgemäß besiegte (2:0). Im zweiten Spiel trennten sich der VfB Stuttgart und die Glasgow Rangers 1:1, wobei die Schwaben in der 77. Minute den Ausgleich hinnehmen mussten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.