Hitzfeld fände ein klares Lizenzierungsverfahren der UEFA gut und auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sieht sich in dem von ihm schon mehrfach vorangetriebenem Projekt gefordert. "Ich habe mich bereits mit UEFA-Präsident Michel Platini verständigt. Wir werden in Sachen Financial Fairplay neue Regeln aufstellen müssen", sagte Rummenigge, der auch Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung ist.
"Wir müssen wieder mehr Rationalität reinbekommen. Die Summen, die da im Moment durch die Gegend fliegen, sind keinem Menschen auf der Straße mehr zu vermitteln. Rechnen Sie allein mal die 94 Millionen für Ronaldo plus die kolportierten 11,5 Millionen Netto-Gehalt. Das wird mir zu absurd."
150-Millionen-Euro-Kredit
Die sündteure Finanzierung der Transfers ist seit Dienstag gesichert. Real erhielt von der Großbank Santander und von der Großsparkasse Caja Madrid einen Kredit von zusammen rund 150 Millionen Euro. Als Garantie sehen beide Geldinstitute demnach die Fernseh-Übertragungsrechte der Erstligaspiele, die in den kommenden sieben Jahren etwa 1,1 Milliarden Euro an Einnahmen bringen werden.
Die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado zeigte sich angesichts des Kredits überrascht, da die Banken wegen der Finanzkrise den Geldhahn weitgehend zugedreht haben. "Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind, sollten sie auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatleuten Geld leihen", meinte Salgado.
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