Samstagsspiele

Rapid lässt Austria Kärnten keine Chance

Fußball
21.03.2009 20:19
Rapid gibt sich im Kampf um den 33. Meistertitel der Klubgeschichte weiter nicht geschlagen: Mit einem 3:1-Auswärtssieg am Samstagabend bei der zuletzt zu Hause so starken Austria Kärnten rückten die Grün-Weißen vor dem Sonntagsspiel von Red Bull Salzburg gegen die Wiener Austria wieder bis auf vier Punkte an den Tabellenführer heran. Beim Spannungsmoment, das es am oberen Ende der Tabelle gibt, wollen die Klubs, die gegen den Abstieg kämpfen, offenbar um nichts nachstehen: Sowohl der SV Mattersburg (0:1 gegen Sturm), als auch der SCR Altach (2:3 in Ried) blieben ohne Punkte und konnten ihre Ausgangsposition damit nicht verbessern.

Austria Kärnten - SK Rapid 1:3 (0:2)
Die Hütteldorfer haben sich vor 16.703 Zuschauern gegen Austria Kärnten vom Start weg als Team als die bessere und aktivere Mannschaft präsentiert, Matchwinner war jedoch Erwin Hoffer mit einem Doppelpack in der 20. und 45. Minute, womit der Teamstürmer in den jüngsten fünf Partien gegen die Klagenfurter sechs Mal traf. Außerdem bereitete er den dritten Treffer der Grün-Weißen durch Maierhofer (52.) vor. Der 21-Jährige hätte sein Tor-Konto bereits in der 8. Minute aufstocken können, er schoss den Ball aber aus rund zehn Metern völlig freistehend knapp vorbei. 

Zwölf Minuten später hatte Hoffer keine Mühe, den Ball nach Querpass von Boskovic aus kurzer Distanz über die Linie zu befördern. Davor hatte der Kärntner Neo-Teamspieler Weber den Ball im Mittelfeld verloren, Hofmann ein Solo gestartet und Pehlivan danach Boskovic freigespielt.

Knapp vor dem Pausenpfiff ergatterte Hofmann praktisch am eigenen Sechzehner den Ball, marschierte gut 50 Meter unbedrängt in Richtung Kärnten-Tor und bediente Hoffer, der Schranz bezwang. Die Proteste der Klagenfurter, der Torschütze hätte sich durch einen Rempler gegen Riedl entscheidend Platz verschafft, waren vergeblich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte scheiterte Hoffer noch einmal an Schranz, anstatt den besser postierten Maierhofer einzusetzen. Dies gelang problemlos, auch wenn Schumacher in der 91. Minute per Kopf nach einer Freistoßflanke noch Resultatskosmetik für die diesmal schwachen Klagenfurter gelang.

SV Ried - SCR Altach 3:2 (0:1)
Die Rieder haben in der 27. Runde der Fußball-Bundesliga erneut ihre Heimstärke demonstriert und den SCR Altach vor eigenem Publikum 3:2 besiegt. Allerdings profitierten die Oberösterreicher vom frühen Ausschluss des Altacher Linksverteidigers Pa Ousman Sonko. Im Fill Metallbau Stadion sind die Innviertler seit dem 26. April des vergangenen Jahres ungeschlagen.

Sonko drückte dem Spiel in nur knapp 40 Minuten Einsatzzeit seinen Stempel auf. Der Altach-Verteidiger aus Gambia legte nach einer Viertelstunde den Führungstreffer durch Jun (15.) mit einem weiten Pass auf: Der tschechische Stürmer lupfte den Ball elegant über Ried-Schlussmann Gebauer. Kurz vor der Pause war Sonkos Arbeitstag jedoch schon wieder beendet. Nach seinem zweiten Foul innerhalb weniger Augenblicke wurde er in der 40. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schlugen die Hausherren dann aus der numerischen Unterlegenheit der Gäste Kapital. Nacho scheiterte nach einem Zuspiel von Brenner im ersten Anlauf aus kurzer Distanz an Altachs Goalie Schicklgruber, den Abstauber versenkte der Rieder Stürmer in der 53. Minute jedoch sicher. In der 65. Minute köpfelte Salihi nach einem Corner von Lexa sein siebentes Saisontor. Damit war die Partie praktisch gegessen, Ried zog ein Powerplay um den Altacher Strafraum auf. Die Oberösterreicher kontrollierten die Partie und brauchten nicht mehr viel zu tun. In der 90. Minute sorgte Lexa per Kopf für die Entscheidung. Karatay (93.) verschönerte das Ergebnis in der Nachspielzeit und sorgte für den 3:2-Endstand.

SK Sturm Graz - SV Mattersburg 1:0 (0:0)
Der SK Sturm Graz hat seine fünf Bundesliga-Spiele andauernde Siegesdurststrecke vor Heimpublikum mit einem 1:0-Erfolg über den Sv Mattersburg beendet. Die Burgenländer, die ab der 40. Minute mit zehn Mann auskommen mussten, prolongierten dagegen ihre Negativserie und sind nun seit bereits 20 Spielen sieglos. Das Goldtor vor 9.100 Zuschauern erzielte Spielmacher Muratovic aus einem Elfmeter in der 73. Minute.

Die Grazer, bisher das schwächste Team im Frühjahr, hatten von Beginn an zwar deutlich mehr Spielanteile, waren aber zunächst nicht in der Lage, die Burgenländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Mattersburger agierten nach vorne vorerst noch harmloser, ehe Gratzei nach einer knappen halben Stunde einen Schuss von Schmidt aus zwölf Metern über die Torlatte abwehren musste. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff schwächten sich die Burgenländer selbst, Abwehrspieler Velicky sah nach einem schweren Foul an Hölzl am Mittelkreis die Rote Karte.

Auch in der zweiten Spielhälfte waren die Angriffsbemühungen von Sturm nicht durchschlagskräftig genug. Den Steirern gelang es auch mit einem Mann mehr nicht, der kampfbetonten und an Fouls und Fehlpässen reichen Partie ihren Stempel aufzudrücken. Es war mit Atan sogar ein Burgenländer, der die beste Chance im zweiten Durchgang vorfand. Der Mittelfeldspieler scheiterte in der 70. Minute mit einem Distanzschuss. Ein umstrittener Elfmeter nach Foul von Stjepanovic am kurz zuvor eingewechselten Jantscher bescherte den Grazern schließlich doch noch den heiß ersehnten Heimsieg.

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