Die in der deutschen Liga zuletzt wieder im Aufwind befindliche Elf von Trainer Thomas Schaaf nahm mit zwei frühen Toren bereits recht früh alle Spannungsmomente aus der Partie. Die Franzosen waren eigentlich nach sechs Minuten durch den wuchtigen Kopfballtreffer Prödls bereits aus dem Rennen um den Aufstieg in die nächste Runde des UEFA-Cups, hätten sie doch aufgrund der Auswärtstorregel bereits vier Tore erzielen müssen.
Mutlose Gastgeber
St. Etienne kam dann nach Wiederanpfiff zwar langsam auf Touren, doch Werder spielte die Partie gegen die womöglich tatsächlich nicht mit vollem Ernst spielende Heimmannschaft trotz zweier Gegentore im zweiten Durchgang relativ trocken herunter: Der Trainer von St. Etienne, Alain Perrin, hatte vor einigen Tagen erklärt, dass er sich lieber auf das Abschneiden seines Teams in der französischen Ligue 1 konzentrieren würde, als im UEFA-Cup weiterzukommen.
Prödl und Schaaf zufrieden
ÖFB-Teamverteidiger Prödl indes war voll auf den UEFA-Cup fokussiert und mit der gebotenen Leistung zufrieden. "Es ist nicht so schwierig, sich bei dieser Verteidigung einzuleben", sparte der Steirer nicht mit Lob für seine Mitspieler. Grundsätzlich sei der Aufstieg trotz der schlechten zweiten Hälfte verdient gewesen. Die Bremer hätten gezeigt, "dass wir diese Saison noch nicht abgeschrieben haben und weiter angreifen". Trainer Thomas Schaaf war mit der Leistung sowie mit dem Torerfolg des ÖFB-Teamverteidigers bei seinem zweiten Einsatz über die volle Spielzeit in diesem Frühjahr ebenfalls zufrieden: "Es freut mich für ihn, er hat letzte Woche schon gut gespielt und heute wieder."
Werder-Fans sorgen für Ärger
Davor hatte sich ein kleiner Teil der rund 500 mitgereisten Bremer Anhänger gründlich danebenbenommen. Während des Spiels wurden mehrfach bengalische Feuer und Leuchtraketen gezündet, so dass minutenlang dichte Rauchschwaden über das Spielfeld trieben. Werder droht nun eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe durch die UEFA. "Wir schämen uns für solche Aktionen, weil es einfach unsportlich ist und auch noch andere Menschen gefährdet", sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und kündigte Stadionverbote für die Übeltäter an.
Marseille gewinnt Krimi gegen Ajax
Im zweiten Mittwochsspiel mussten Ajax Amsterdam und Olympique Marseille in die Verlängerung, nachdem es nach 90 Minuten 2:1 für die Gastgeber gestanden hatte. Das Hinspiel hatte Olympique mit demselben Ergebnis für sich entschieden. In der Verlängerung traf Mears (110.) zum 2:2 für die Franzosen, die sich somit den Aufstieg sicherten.
Ergebnisse der Achtelfinal-Rückspiele vom Mittwoch:
AS St. Etienne - Werder Bremen 2:2 (0:1 im Hinspiel)
Ajax Amsterdam - Olympique Marseille 2:2 n.V. (1:2)
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.