Alarmstufe Rot

Akuter Personalmangel bei der Polizei in Liezen

Steiermark
27.11.2008 10:26
Bei der Polizei im Bezirk Liezen ist Feuer am Dach: Da es akut an Personal fehlt, kommt man schon jetzt kaum seinen Aufgaben nach. Mit Jahresende gehen zehn weitere Beamte in Pension - nachbesetzt wird jedoch nicht...
3.270 Quadratkilometer werden im Moment von 168 Polizisten ins Visier genommen. Für den flächenmäßig größten Bezirk Österreichs viel zu wenig. Jetzt schlagen die betroffenen Exekutivbeamten Alarm.

"Uns geht die Luft aus"
"Aktuell haben wir einen fünfprozentigen Personal-Unterstand. Der erhöht sich mit den Pensionierungen im Dezember auf zehn Prozent. Uns geht einfach die Luft aus!", sagt Bezirkspolizeichef Herbert Brandstätter. 

Stellen werden nicht nachbesetzt
Den Liezenern fällt vor allem ein Umstand zur Last: die vielen Veranstaltungen. "Bei uns finden am laufenden Band Großereignisse statt. Dieses Wochenende haben wir in Schladming den größten Krampuslauf der Steiermark, wir erwarten mehr als 7.000 Besucher. Im Dezember folgen dann das 'Kid Rock-Konzert' und zwei Weltcups. Unseren ureigenen Aufgaben kommen wir kaum noch nach", weiß der leitende Beamte. Da es hierzulande auch an allen anderen Ecken und Enden an Polizisten mangelt, können die Liezener wohl kaum mit Nachbesetzungen rechnen... 

Die FPÖ versucht, aus der Misere Gewinn zu schlagen. In einer Aussendung wird behauptet, dass die Exekutive aus gegebenem Anlass die Bevölkerung aufruft, selbst Maßnahmen zur Abschreckung von Verbrechern zu ergreifen. "Alles Blödsinn!", meint dazu Polizist Peter Schöfl, "so weit ist's bei allen Problemen nun wirklich noch nicht."

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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