Die ersten zwanzig Minuten gehörten klar Rapid, das im Tor anstelle Hedls den Liga-Debütanten Lukse und erstmals in dieser Saison Palla für den verletzten Linksverteidiger Katzer aufbot. Maierhofer prüfte in der dritten Minute mit einer verunglückten Flanke ungewollt Susko, in der fünften Minute zappelte der Ball erstmals im Netz der Steirer: Weil Maierhofer, dessen Vorlage Hoffer verwertete hatte, aber im Abseits gewesen sein sollte, wurde das reguläre Tor fälschlicherweise aberkannt. In der 17. Minute musste sich dann Susko nach einem Tokic-Kopfball strecken, nur wenige Sekunden danach wehrte er einen Patocka-Schuss aus wenigen Metern ab, ehe Liendl nach einem Maierhofer-Kopfball erst auf der Linie (18.) klärte.
Kapfenberg in Offensive zu schwach
Kapfenberg, das konzentriert verteidigte, kaufte Rapid in der Folge aber die Schneid ab. Die Wiener blieben zwar spielbestimmend, kamen bis zur Pause aber weder über die Flanken, noch über die mit Maierhofer und Hoffman ausgestattete Mitte zu brauchbaren Möglichkeiten. Lediglich ein Taboga-Schnitzer in der Abwehr bedeutete eine Mini-Chance für Hofmann, dessen Schuss aber abgeblockt wurde (41.). So konsequent die Defensive der Hausherren auch agierte, so wenig Kraft entfaltete ihre Offensive. Lukse musste bei einem schnellen Konter über Zimmerman vor dem Sechzehner klären (26.), schließlich fehlte Felfernig die Kraft, die er in sein Solo gelegt hatte, beim Schuss in der 37. Minute, den Lukse im Nachfassen festhielt.
Neuntes Saisontor von Maierhofer
Stefan Maierhofer lenkte das Spiel kurz nach dem Seitenwechsel (Pacult hatte Jelavic für Hoffer gebracht) in die entscheidende Richtung. Einen Kopfball des Ex-Bayern nach Drazan-Flanke konnte Susko noch parieren, den Abpraller drückte Maierhofer aber problemlos zum 1:0 und seinem neunten Saisontor über die Linie (49.). Kapfenberg-Trainer Gregoritsch warf anstelle des abgemeldeten Solostürmers Kozelsky nach 54 Minuten Bernsteiner in die Schlacht, die offensiver agierenden Steirer versuchten sich aber vorerst noch erfolglos. Die größte Ausgleichschance vergab nach einem von Liendl eingeleiteten Zimmerman-Vorstoß samt Stanglpass Felfernig aus Kurzdistanz (62.).
Entscheidung in der 94. Minute
Die besseren Möglichkeiten fand trotz einiger gefährlicher Kapfenberger Vorstöße aber immer wieder Grün-Weiß vor, das schließlich aber auch froh sein musste, für seine "Fahrlässigkeit" nicht bestraft worden zu sein. Ein Boskovic-Kopfball ging nur knapp am Tor vorbei (72.), Heikkinen jagte den Ball im nächsten Angriff frei stehend aus wenigen Metern über den Kasten von Susko. Fukal klärte in der 84. Minute in höchster Not vor Hofmann, der auch in der ersten Minute der Nachspielzeit aus aussichtsreicher Position an Susko scheiterte. Erst in 94. Minute machte der kurz zuvor eingewechselte Kavlak nach zwei schönen Haken gegen Taboga aus 14 Metern den Endstand von 2:0 perfekt.
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