Trainer Peter Pacult resümierte das Spiel folgendermaßen: "Durch Fehler passieren Tore, und da passierten bei uns einfach zu viele. Wir haben bis zur 32. Minute eigentlich alles richtig gemacht. Dann begingen wir ein Foul und haben das Tor bekommen. Dann kommt Sturm in die Situation, die sie lieben. Sturm hat verdient gewonnen."
Pacult "nicht verärgert"
Eine trotz der EURO-Teilnehmer Patocka und Katzer löchrige Defensive, die mit den schnellen Gegenstößen der Grazer heillos überfordert war, ein wenig druckvolles Mittelfeld und ein harmloser Sturm entsprachen so gar nicht dem Rapid-Ideal der vergangenen Saison. Da passte es gut ins Bild, dass Payer-Ersatz Koch beim Führungstreffer der Grazer durch Sonnleitner (33.) im Tor ordentlich patzte. "Ich bin nicht enttäuscht. Weil ich die Umstände kenne", meinte ein "nicht verärgerter" Trainer Peter Pacult nach der Partie und spielte damit wieder auf die seiner Meinung nach wegen der EURO schwierige Vorbereitung an.
Maierhofer noch nicht ganz fit
Lange wird den Hütteldorfern jedoch nicht Zeit bleiben, die laut Pacult konditionellen und spielerischen Mängel aufzuholen. Bereits am Samstag kommt im Schlager der 2. Runde Red Bull Salzburg ins Hanappi-Stadion. Im Prestigeduell mit dem abgelösten Champion dürfte sich Rapid auch wieder offensiver präsentieren als in Graz, wo mit Hoffer nur ein (kleiner) Stürmer an vorderster Front agierte. In allen Testspielen war Rapid, wie nach dem Seitenwechsel, mit zwei Sturmspitzen eingelaufen. "Maierhofer war in der Vorbereitung nicht ganz fit", wiegelte Pacult Fragen nach der Aufstellung ab. Man müsse sich auf die Partie gegen Salzburg nun in Ruhe vorbereiten. Trösten darf sich Rapid mit dem Fakt, dass auch im Meisterjahr der erste Saisonauftritt in Graz verloren wurde.
Sturm-Coach Foda tritt auf die Euphoriebremse
Des einen Frust, des anderen Lust. Diese packte nach der starken Vorstellung der Sturm-Kicker nicht nur das zahlreich erschienene Grazer Publikum. "Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", urteilte Stürmer Haas, der auf für ihn typische Art und Weise das 2:0 erzielt hatte. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu euphorisch werden", meinte Trainer Foda, dem im Sommer gleich fünf Stammkräfte abhandengekommen waren.
Als einzigen Kritikpunkt ortete der Deutsche, wie nicht anders zu erwarten, die Chancenauswertung. "Es gab keinen Schwachpunkt, sonst hätten wir gegen so eine starke Mannschaft nicht gewinnen können", teilte der Coach ein Pauschallob für seine Schützlinge aus. Die vier Neulinge in Sturms Startelf, Hlinka ("Es ist ein geiles Gefühl, wenn man gegen den Meister gewinnt"), Hölzl, Kandelaki und Feldhofer, machten nicht den Eindruck, dass sie erst seit kurzem mit der Mannschaft trainieren.
UI-Cup am Sonntag
Bereits am Sonntag geht es für Sturm international weiter, wenn die "Blackys" in Weißrussland gegen Soligorsk den Aufstieg in die 3. UI-Cup-Runde fixieren wollen. Nach dem 2:0 in Graz am vergangenen Wochenende steht einer Verlängerung des Erfolgslaufes aber nichts im Weg.
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