08.07.2008 15:47 |

Vorschusslorbeeren

Viel Applaus bei Suns erstem Austria-Auftritt

Die mit neun neuen Spielern verstärkte Mannschaft von Austria Wien hat sich am Montagabend in einem Fan-Shop der Violetten in Wien-Leopoldstadt den Anhängern präsentiert. Den meisten Applaus erntete dabei der 26-jährige Abwehrspieler Sun Xiang, der erste Chinese in der obersten österreichischen Spielklasse.

Aber auch der zum Rekordcupsieger "heimgekehrte" Trainer Karl Daxbacher musste wie der gesamte Kader viele Autogrammwünsche erfüllen. Sogar der von Erzrivale Rapid zur Austria gewechselte Mario Bazina wurde im brechend vollen "Get Violett"-Shop mit viel Beifall bedacht.

"Mein Ziel mit der Austria ist der Meistertitel", meinte Sun, der sich inmitten der Fans sichtlich wohl fühlte. "Wien ist eine großartige Stadt", betonte der Chinese. Die Daxbacher-Elf lobt Sun in höchsten Tönen: "Ich habe das Testspiel gegen Wisla Krakau gesehen. Sie hat sehr gut kombiniert. Ich war beeindruckt." Als Unterschied zum chinesischen Fußball machte Sun in den ersten Trainingseinheiten den stärkeren Körpereinsatz aus.

"Wien ist eine tolle Stadt"
Auch über seinen neuen Lebensmittelpunkt verlor der 1,80-m-große Linksverteidiger kein schlechtes Wort: "Ich bin zum ersten Mal in Wien und gut aufgenommen worden. Ich fühle mich wohl. Es ist eine tolle Stadt." Eindrücke von Österreich hatte Sun, der noch im Hotel wohnt, aber auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung ist, zuvor durch das Verfolgen der EURO 2008 vor dem TV-Bildschirm und durch die heimische Musik gewonnen.

Der Wechel von Sun hat nicht nur den violetten Anhang bewegt, sondern auch die chinesischen Medien widmen sich dem Transfer ausführlich. Das Interesse aus China am Sun-Transfer zu den "Violetten" machte selbst vor dem Internet nicht halt: Die Austria-Homepage verzeichnete alleine binnen einer Woche einen gewaltigen Anstieg der Zugriffe aus China. Die Wiener planen für die nächste Zeit, einen Teil ihres Internet-Auftritts auch in chinesischer Sprache zu gestalten.

Sun-Transfer großes Thema in China
"Es ist ein großes Thema", bestätigte am Montag ein Journalist von Chinas größter Sporttageszeitung "Titan Sports", der sich ebenfalls in den Fanshop nach Wien-Leopoldstadt verirrt hatte. Und er erschien auch am Dienstag im Horr-Stadion als Trainer Daxbacher der Presse vor dem Saison-Auftakt und dem Heimspiel gegen Kärnten Rede und Antwort stand.

"In China läuft auch gerade eine Diskussion, wie stark die österreichische Liga einzuschätzen ist", ergänzte Suns Manager. Viele würden sich jedenfalls freuen, dass der chinesische Nationalspieler erneut den Sprung nach Europa geschafft hat. Der 26-Jährige hatte bereits im Frühjahr 2007 mit PSV-Eindhoven Champions-League-Erfahrung gesammelt und die niederländische Meisterschaft gewonnen.

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