Nach Anlaufschwierigkeiten (in der 7. Minute verzog ein Spittal-Spieler namens Hermann Maier aus aussichtsreicher Position) stellte "Lokalmatador" Fuchs, der als Kapitän einlaufen durfte, nach Korkmaz-Flanke per Kopf auf 1:0. 19 Minuten später war es wieder Korkmaz, der nach weitem Pass von Aufhauser mit einem Querpass ein Tor vorbereitete, diesmal traf Maierhofer aus kurzer Distanz. In der 40. Minute schließlich probierte es der starke Rapidler auf eigene Faust, umkurvte den Tormann und schob zum 3:0 ein.
Sechs Wechsel zu Pause
In der Pause tauschte Hickersberger sechsmal, womit bis auf Ersatzgoalie Gratzei, Janko (Muskelprobleme) und Vastic (geschont) alle Spieler des derzeit ausschließlich aus Bundesliga-Kickern bestehenden ÖFB-Kaders zum Einsatz kamen. An der Match-Charakteristik änderte das aber wenig - so wie in der ersten Hälfte dominierte das Nationalteam auch nach dem Seitenwechsel klar das Geschehen.
Schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Leitgeb mit einem sehenswerten Weitschuss auf 4:0. In der 63. Minute war der eingewechselte Hoffer mit einem Kopfball nach einer Flanke des ebenfalls neu ins Spiel gebrachten Dober erfolgreich. Drei Minuten später hatte der Rapid-Stürmer mit einem Stangenschuss noch Pech, in der 70. Minute aber traf er nach Aufhauser-Vorarbeit ins leere Tor zum 6:0.
Kärntner hielten wacker dagegen
Die Kärntner hielten während der gesamten Spielzeit wacker dagegen, doch so wie dem ÖFB-Team das harte Training der vergangenen Tage phasenweise anzumerken war, hatte auch der 3:1-Heimsieg der Spittaler am Freitag gegen Gmunden offenbar seine Spuren beim Club der Regionalliga Mitte hinterlassen. Die beste Chance für die Kärntner vergab in der 38. Minute Daniel Trupp, der aus kurzer Distanz nur knapp das Tor von Helge Payer verfehlte.
"Das Spiel hat seinen Zweck erfüllt. Die Mannschaft hat in den letzten Tagen viel trainiert, dafür war die Leistung ganz gut. Es ging nicht um die Leistung allein, sondern auch darum jenen Spielern, die im Frühjahr nicht oft im Einsatz waren, Spielpraxis zu verschaffen", erklärte Teamchef Hickersberger nach dem Match.
Unmittelbar vor Anpfiff hatte Mattersburg-Obmann und Bundesliga-Präsident Martin Pucher von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler ein Geschenk für die Bereitstellung des Mattersburger Pappelstadions überreicht und bekam dafür ein auf den Namen Uschi getauftes burgenländisches Glücksschwein als symbolisches Präsent. Nach dem Schlusspfiff schrieben die ÖFB-Kicker im Rahmen des "Tages der Fans" noch rund eine Stunde lang Autogramme für die Anhänger.
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