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26.09.2017 - 18:01
Foto: thinkstockphotos.de

Behindertenreise wurde zum Albtraumurlaub

08.02.2017, 18:00

Mehr als 5500 € hat eine Niederösterreicherin für eine 14- tägige Reise nach Spanien hingeblättert. Statt ersehnter Erholung und notwendiger Betreuung sei es nur zu Problemen gekommen. Trotz großer Hitze hätte es nicht einmal die Möglichkeit gegeben, zu baden. Der deutsche Reiseveranstalter weist Kritik von sich.

Die 74- Jährige hat einige Schicksalsschläge hinter sich. Aufgrund eines Unfalls und einem daraus resultierenden Schlaganfall ist sie halbseitig gelähmt und auf Pflege und Rollstuhl angewiesen. Nach dem Krebstod ihres Mannes hätte die Mutter ein wenig Freude in ihrem lebenslangen gemeinsamen Hobby, dem Reisen, gefunden, schildert die Tochter. "Wir fanden einen speziellen deutschen Veranstalter. Meine Mutter fand den ersten Aufenthalt gelungen."

Nachdem die Pensionistin lange gespart hatte, leistete sie sich eine weitere Reise im vergangenen Herbst. Von dieser sei sie traumatisiert zurückgekommen, so die Tochter weiter. "Trotz 24- Stunden- Betreuung war eine Rollstuhlschiebe- Gebühr zu bezahlen, und meine Mutter wurde in den zwei Wochen nur zweimal geduscht, weil das Badezimmer nicht barrierefrei war. Obwohl wir bei der Buchung darauf hingewiesen haben, wurde keine Inkontinenzversorgung angeboten, was dazu führte, dass sie aus Scham nichts mehr getrunken hat. Dazu haben die Betreuer sie oft über Stunden allein gelassen. Trotz großer Hitze gab es weder einen rollstuhlgerechten Meerzugang noch die Möglichkeit, im Pool zu baden."

Vom Veranstalter Weitsprung GmbH in Deutschland verlangte man lediglich eine Entschuldigung für den verpatzten 5500 Euro teuren Aufenthalt. Die Ombudsfrau hat die Firma zweimal aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Man könne die Kritik in keiner Weise nachvollziehen, hieß es. Man biete Mutter und Tochter aber einen 200- Euro- Gutschein für eine kulturelle Veranstaltung ihrer Wahl an. Bedingung sei aber, dass die beiden eine Kopie der Eintrittskarten und ein schönes Bild von sich übermitteln. Unwürdig, findet die Ombudsfrau!

Redaktion
Ombudsfrau
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