Aus dem, was andere wegschmeißen, erschafft eine Niederösterreicher mit viel Liebe – und vor allem Humor – Kunstobjekte. „Hack-Ente“, „Benzin-Hahn“ oder die „Santa Corona“ sind auch ein Stück Gesellschaftskritik.
Klump-ART nennt Herbert Unger seine Kunstwerke. Rund 250 davon hat er sich schon ausgedacht und mit handwerklichem Geschick zum Leben erweckt. Entsorgte Alltagsgegenstände wie Fenstergriffe, Zahnräder, Pfeifen, Zangen etc. bekommen dadurch eine Chance auf eine zweite „Karriere“.
Im Garten des 66-Jährigen grast ein uralter Staubsauger als „Kurzhaardackel“ neben dem „Benzin-Hahn“. In der Nähe thront die „Hack-Ente“, mit der vor zehn Jahren alles begann. „Ich frage mich immer, wieso haut man etwas so leichtfertig weg, das jahrelang wertvolle Dienste geleistet hat und schon in der Herstellung höchste Handwerkskunst verlangt hatte“, so der Weinviertler.
„Einkaufen“ geht er freilich am liebsten auf diversen Mistplätzen. Schon als Kind habe er vom Vater gehört: „Man schmeißt nix weg, wer weiß, wozu man es noch brauchen kann.“ Zum Beispiel als humorvolles Manifest gegen die Wegwerfgesellschaft, als die der gelernte Techniker seine Kunst versteht. Zu kaufen gibt es seine Objekte derzeit nicht, denn Unger hat einen Traum: „Vielleicht kann ich die besten Stücke einmal in einem Museum ausstellen.“ Hoffentlich gelingt’s!
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