Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 10:09
Foto: BUNDESHEER/FILZWIESER

Bundesheer: Mit Anti- Terror- Paket aus Sinnkrise

06.12.2015, 19:58
Den Feind im Osten längst verloren, teure Jets für nichts, kein Hochwasser - und das Grundwehrdienersystem versagt im Asyl-Ansturm: Das Bundesheer ist in einer Sinnkrise. Jetzt bastelt die Armeeführung an einem Anti-Terror-Paket. Das liefert eine weitere Existenzberechtigung - und diese Aufgabe wird nicht ganz der Innenministerin überlassen.

"Natürlich wurde der Auftrag des Parlaments verstanden. Und im Verteidigungsministerium ist ebenfalls allen klar, dass unser Bundesheer bei Terrorgefahr noch besser reagieren und auch vorbereitet sein muss", erfuhr jetzt die "Krone", dass von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und dem Generalstab ein "umfassendes Anti- Terror- Paket" zusammengestellt wird. Die Finanzierung soll bereits Anfang 2016 möglich sein.

Erste Details durchgesickert

Am Wochenende sickerten dazu erste Details durch: So sollen die Spezialkräfte des Bundesheeres (etwa das Jagdkommando) verstärkt und noch besser ausgerüstet werden. Parallel dazu wird massiv in die (ausgezeichneten) Heeres- Nachrichtendienste investiert. "Bevor diese Wunschliste abgegeben wird, findet jetzt natürlich noch eine Analyse der Bedrohungslage statt", hörte die "Krone" im Verteidigungsministerium.

Dass Klug jetzt handeln muss, ist dem aktuellen 6- Parteien- Beschluss aller Parlamentsfraktionen zu verdanken, daran war SPÖ- Sicherheitssprecher Otto Pendl maßgeblich beteiligt. Abgeordnete, aber auch bekannte Sicherheitsexperten sowie einflussreiche Freunde des Bundesheeres in der Wirtschaft warnten bereits deutlich vor einer Sinnkrise der Armee. So nannten hochrangige Offiziere fünf Punkte, warum das Heer seine Existenzberechtigung bereits beinahe verloren hätte:

  • Die Bedrohungslage hat sich für Österreich vollkommen gewandelt (fast komplette Einkreisung durch NATO- Mitgliedsstaaten seit März 2004).
  • Zu teure Waffensysteme (Eurofighter) für relativ wenig Sinn fressen das Wehrbudget auf.
  • Das Milizsystem wurde fast zu Tode gespart.
  • Der Anti- Terror- Kampf wird seit Monaten allein von der Innenministerin geführt. Sie erhielt dafür auch viel Geld - während man meinen konnte, dass der Verteidigungsminister für dieses Thema nicht zuständig sei.
  • Das alte Grundwehrdienersystem scheiterte (wenig überraschend) bereits beim Asyl- Einsatz - die jungen Präsenzdiener wären Krisensituationen "psychisch nicht gewachsen"...

Aus dem Video- Archiv: Bundesheer verblüfft mit "Star Wars"- Show

Video: YouTube.com/Österreichs Bundesheer

Lesen Sie auch:

06.12.2015, 19:58
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum