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19.08.2017 - 23:02
Sabine W. wurde von den Ärzten der Barmherzigen Brüder in Linz nach Hause geschickt - wo sie starb!
Foto: Hannes Markovsky, "Krone"

Migräne- Tod einer Mutter wird Fall für die Jusitz!

29.11.2016, 08:04

Jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft Linz in das Drama um den Tod einer zweifachen Mutter aus Bad Zell ein. Die 36- Jährige starb, wie berichtet, an einer Gehirnblutung. Zuvor war sie vom Spital der Barmherzigen Brüder in Linz nach einer Untersuchung mit der Diagnose Migräne heimgeschickt worden. Die Klinik- Leitung schließt nach interner Prüfung schuldhaftes Verhalten aus.

"Das Krankenhaus bedauert den Tod der Patientin zutiefst. Der Ehemann  wünscht, dass das Krankenhaus keine patientenbezogenen Auskünfte an die Öffentlichkeit weitergibt, so wie dies das Gesetz vorgibt", sagt Manuela Kaar, Sprecherin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Linz. Der ärztliche Leiter Thomas Müller zur "Krone": "Wir haben den Fall geprüft. Aus unserer Sicht liegt kein schuldhaftes Verhalten vor." "Die Staatsanwaltschaft Linz lässt amtswegig vom Landeskriminalamt prüfen, ob eine strafrechtlich relevante Fahrlässigkeit vorliegt", sagt hingegen deren Sprecher Philip Christl zur "Krone" auf Anfrage.

"Ein CT ist nicht bei jedem Patienten notwendig..."

Am Montag meldete sich ein weiteres "Spitalsopfer". Beate Hartl aus Hellmonsödt schrieb: "Auch wir haben ähnliche Erfahrungen mit der Notaufnahme im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz gemacht." Ihr Mann (74) hatte seit November 2013 eine per Computertomographie diagnostizierte, kleine Blutung im Kopf. Mitte März 2014 bekam er aber so heftige Kopfschmerzen, dass er ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz überwiesen wurde. Dort wurde, so Hartl, eine Computertomographie mit der Begründung abgelehnt, dass man nicht bei jedem, der Kopfschmerzen hätte, eine CT machen könne. Er wurde um 1 Uhr früh  heim geschickt.
Zwei Tage später stellte sich heraus, dass der Mühlviertler eine massive Gehirnblutung hatte und er wurde sofort operiert, war  drei Wochen auf der Neuro- Intensivstation des AKH  im künstlichen Tiefschlaf. Beate Hartl kritisiert: "Als wir die Brüder darauf hingewiesen haben, gab es kein Wort der Entschuldigung."




29.11.2016, 08:04
Christoph Gantner, Kronen Zeitung
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