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21.08.2017 - 23:57
Foto: Chris Koller

407 Millionen Euro kostet die zweite Schienenachse

08.12.2010, 11:04
Eine aktuelle Vorstudie zur geplanten zweiten Schienenachse in Linz hat Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) präsentiert. Demnach kostet das Projekt 407 Millionen Euro, die Bauzeit für die 6,6 Kilometer lange Strecke betrage dreieinhalb Jahre. Wird die im Projekt inkludierte Donaubrücke vorgezogen, könne sie frühestens 2014 fertig sein.

Die Auslastung der drei bestehenden Linien durch die Landstraße mit 100.000 Fahrgästen täglich mache die zusätzliche Straßenbahnachse nötig. Nächste Schritte seien ein Expertenhearing am 10. Jänner und ein Grundsatzbeschluss im Linzer Gemeinderat, so der zuständige Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Die zu 73 Prozent unterirdische Anlage vom Mühlkreis- bis Hauptbahnhof, vorbei an wichtigen Spitälern und Infrastruktureinrichtungen, könne bis 2017 gebaut sein.

Finanzierung noch unklar

Bis 30. November 2011 soll das einreichtaugliche Vorprojekt des städtischen Verkehrsunternehmens Linz AG fertig sein. Dazu werden entlang der gesamten Trasse etwa 200 Bohrungen, Sondierungen und Pumpversuchsbohrungen vorgenommen. Die Untertunnelung durch den Stadtteil Urfahr, die neue Wege für den Individualverkehr frei mache, sei laut Vorstudie machbar, erklärte Luger.

Die Frage der Finanzierung müsse noch gelöst werden, man wolle langsam Verhandlungen aufnehmen, sagte Dobusch. Neben Linz AG und Stadt sei das Land erster Ansprechpartner. "Wie wir uns dem Westring nicht verschlossen haben, gehe ich davon aus, dass sich das Land dem öffentlichen Verkehr nicht verschließt", sieht Dobusch gute Chancen.

Zukunft der Eisenbahnbrücke ungewiss

Die Trasse ist in drei Teile gegliedert, die unabhängig voneinander parallel gebaut werden können. Oberste Priorität habe die Donaubrücke mit jeweils zwei Spuren für Straßenbahn und Autoverkehr, sagte Linz- AG- Vorstandsdirektor Erich Haider. Bereits Ende 2012 könnte die denkmalgeschützte und sanierungsbedürftige Eisenbahnbrücke gesperrt werden, so Dobusch. Allenfalls gebe es eine Nutzungsverlängerung. Die neue Querung stromabwärts daneben biete ab 2014 eine Lösung, so es schnelle Verfahren - unter Umständen auch eine UVP - und Genehmigungen gebe, kalkulierte er.

Luger betonte, dass man mit der neuen Brücke unabhängig von Entscheidungen Dritter sei. Laut Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) brauche man die Eisenbahnbrücke für den Betrieb der Mühlkreisbahn nicht, sagte Dobusch. Haider erklärte, dass eine zusätzliche Straßenbahntrasse auf dem 110 Jahre alten Bauwerk aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei.

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