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20.08.2017 - 01:38
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer

ORF- Journalisten warnen vor Polit- Einflussnahme

01.04.2016, 16:42

Die ORF- Journalisten erneuern ihre Forderung nach mehr Mitspracherechten, einer völligen Neugestaltung der ORF- Aufsichtsgremien sowie der Stärkung der journalistischen Unabhängigkeit im ORF. Diese Grundsatzforderungen beschloss der ORF- Redakteursausschuss am Freitag anlässlich der Wahl seiner Redakteurssprecher.

Wenige Monate vor der Neubestellung der ORF- Geschäftsführung orten die ORF- Redakteure "zunehmende Nervosität innerhalb und außerhalb des ORF". Aus Sicht der ORF- Journalisten zielten die Absichten der politischen Parteien wieder einmal auf verstärkte politische Einflussnahme ab. Die ORF- Journalisten fordern deshalb die Auflösung der partei- politischen "Freundeskreise" im ORF- Stiftungsrat und die Verkleinerung des Gremiums von derzeit 35 auf 15 Mitglieder.

Davon sollen fünf aus der Belegschaftsvertretung kommen, zwei davon von der Redakteursvertretung nominiert werden. Den Publikumsrat wollen die Journalisten aufwerten. Bei der Auswahl von leitenden Redakteuren wünschen die ORF- Journalisten mehr Mitwirkungsmöglichkeiten. Das "Anhörungsrecht" der Landeshauptleute bei der Bestellung von ORF- Landesdirektoren soll ersatzlos gestrichen werden.

Journalisten gegen parteipolitische Absprachen

Zugleich appellierten die ORF- Journalisten an die Bewerber für das Amt des ORF- Generaldirektors, parteipolitische Absprachen und Zusagen bei der Bestellung künftiger Führungsfunktionen zu vermeiden. "Die schwierige Medien- Zukunft kann ein öffentlich- rechtliches Unternehmen nur meistern, wenn auf allen Führungsebenen die besten und kompetentesten Köpfe sitzen. Parteipolitische Besetzungen führen selten zu innovativen, spannenden und kreativen Chefs, die das Beste für unser Publikum wollen", warnten die ORF- Journalisten.

Dieter Bornemann wurde von den Redakteurssprechern am Freitag wieder zum Redakteursratsvorsitzenden bestellt. Margit Schuschou (ORF- Tirol) und Peter Daser (Radio- Innenpolitik) wurden ebenfalls in den Redakteursrat gewählt.

01.04.2016, 16:42
AG/red
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