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Rapid-Goalie Payer: "Wir waren richtig schlecht!"

03.12.2009, 12:43
Rapid-Goalie Payer: "Wir waren richtig schlecht!" (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER
Nach dem rauschenden Auftakt in die Europa League hat bei Rapid spätestens seit Mittwoch die große Ernüchterung Einzug gehalten. Mit dem 0:2 in Hamburg gegen den HSV sind schon eine Runde vor Schluss die letzten Aufstiegshoffnungen dahin - und das, obwohl die Hütteldorfer in den ersten zwei Partien vier Punkte ergattert hatten.

Dann folgten jedoch zwei Schlappen gegen den vermeintlichen Außenseiter Hapoel Tel Aviv, der ebenso wie die Norddeutschen als Aufsteiger feststeht. Die letzte Chance wurde nun gegen einen ersatzgeschwächten und alles andere als überzeugenden HSV vergeben. "Wir waren richtig schlecht", meinte Goalie Helge Payer.

Der ÖFB- Teamtormann verhinderte in der zweiten Hälfte eine höhere Niederlage gegen eine Mannschaft, die zu Beginn indisponiert wirkte. "Der HSV war am Anfang völlig verunsichert, aber wir haben das nicht erkannt. Wir haben eine große Chance vergeben. Das Feuer war nicht vorhanden, es war von allen eine traurige Leistung", ärgerte sich der 30- Jährige.

Nötige Frische fehlte

Als mögliche Erklärung nannte Payer die große Belastung der vergangenen Tage. "Wir haben innerhalb von elf Tagen vier Spitzenspiele gegen Austria, Sturm, Salzburg und den HSV gehabt, vielleicht hat jetzt die nötige Frische gefehlt." Für seinen Trainer Peter Pacult war das aus einem schweren Fehler von Milan Jovanovic resultierende 0:1 in der 47. Minute durch Jansen entscheidend. "In der Pause habe ich noch gesagt, dass wir die schlechte erste Hälfte abhaken müssen. Aber wenn man dann nach eineinhalb Minuten so ein Tor bekommt, ist jede Hoffnung verloren, und nach dem 0:2 war eigentlich nichts mehr zu holen."

Interessant wäre es laut Pacult eventuell noch geworden, hätte der Schiedsrichter nach einer knappen Stunde bei einer Attacke von Frank Rost an Nikica Jelavic im Strafraum auf den Punkt gezeigt. "Das war ein klarer Elfer. Vielleicht hätten wir es dann noch einmal spannend gemacht, doch im Endeffekt müssen wir froh sein, nicht höher verloren zu haben. Die Niederlage war völlig verdient."

Pacult zieht Bilanz

Die Enttäuschung über den verpassten Einzug ins Sechzehntelfinale war beim 50- Jährigen spürbar. "Mit dem Sieg gegen den HSV hat das Träumen begonnen, dann ist noch das Unentschieden in Glasgow dazugekommen. Aber wir haben es mit den zwei Spielen gegen Hapoel verbockt. Wir haben uns in der Europa League gut präsentiert, doch unterm Strich hat ein bisschen etwas gefehlt", lautete das Resümee von Pacult, der sich damit tröstete, "dass die Mannschaft wichtige Erfahrung gesammelt hat".

Durch die Mittwoch- Ergebnisse in der Gruppe C hat die abschließende Partie im Happel- Stadion gegen Celtic nur noch statistischen Wert, mit einem Sieg könnten die Wiener wenigstens die Rote Laterne noch an die Schotten abgeben. "Wir sind es den Fans schuldig, dass wir gegen Celtic ein gutes Spiel abliefern, denn wir wollen uns für die fantastische Unterstützung in diesem Jahr bedanken", erklärte Pacult unter anderem mit Blick auf die deutlich über 7.000 nach Hamburg mitgereisten Anhänger.

Der Rapid- Trainer gratulierte auch den Salzburgern zum Aufstieg, Kapitän Steffen Hofmann schloss sich den Glückwünschen an.

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