"Ich war im Vogelschutzgebiet an der Drau angeln. Plötzlich hat dann auch etwas gebissen", erzählt Gerhard Kurath (Bild) aus Leibsdorf bei Klagenfurt. Zuerst dachte der Fischer, dass eben so ein Sonnenbarsch auf seinen Köder angebissen habe.
"Ein Arbeitskollege hat mich dann aber auf die Idee gebracht, dass es wirklich ein Piranha sein könnte", erinnert sich Kurath. Eine Recherche im Internet brachte dann die Gewissheit. Bei dem Tier handelt es sich tatsächlich um einen sogenannten "Roten Piranha".
Dieser Raubfisch kommt eigentlich nur in tropischen Gewässern vor. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass jemand das Tier einfach in der Drau ausgesetzt hat", sagt Eduard Blatnik, Obmann der Landesfischereivereinigung in Kärnten. Möglicherweise schwimmen jetzt noch weitere Exemplare in den Drau- Stauseen.
Doch von den Tieren gehe keine Gefahr aus. Blatnik: "Es besteht kein Grund zur Panik. Piranhas greifen Menschen nicht an. Das sind alles Erfindungen." Außerdem können sie sich nicht vermehren. "Die Fische werden die Wassertemperaturen im Herbst und Winter nicht überleben."
Übrigens: Erst vor wenigen Tagen hat ein Fischer in Kroatien ebenfalls einen Piranha geangelt – ebenfalls aus der Drau.
von Katrin Fister ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at