Mi, 22. November 2017

Angst vor Pandemie

23.04.2008 19:16

Grippemittel Tamiflu wartet auf den ¿Tag X¿

Wie einen Schatz hüten Soldaten in einem Salzburger Munitionsbunker 95 Fässer mit 665 Kilo Tamiflu. Das Land OÖ hat wie andere Bundesländer im Jahr 2006 um 6,2 Millionen Euro dieses Grippemittel wegen einer angeblich drohenden Pandemie gekauft. Bundesweit gibt es zunehmend Kritik an dieser „Hamsterei“.

„Das Tamiflu wurde bis Anfang 2007 geliefert, hält mindestens zehn Jahre, wiegelt das Büro von Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger Horror-Meldungen über das angeblich bereits verrottende Medikament ab. Zusätzlich investierte das Land auch noch 280.000 Euro in Fläschchen, Schraubverschlüsse und Messlöffel. Landessanitätsdirektor Stefan Meusburger erklärt, warum es sinnvoll war, so viel Geld auszugeben: „Es gab klare Empfehlungen von der Weltgesundheitsorganisation, denn eine weltweite Grippe-Epidemie ist statistisch gesehen überfällig. Der Wirkstoff reicht, um die 160.000 Schlüsselpersonen im öffentlichen Dienst - von Ärzten über Pflegepersonal bis zu Feuerwehrleuten - vorbeugend versorgen zu können.“

Das gehortete Tamiflu könne mit einer Versicherung verglichen werden, deren Kosten, pro Oberösterreicher gerechnet, aufs Jahr nur minimal seien.

Foto: Martin Jöchl

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