Sa, 25. November 2017

Ortschef in ¿Ferien¿

22.03.2008 17:25

Die Causa Fritz Böhm schwelt noch weiter

Seit einem Jahr, konkret seit dem Rücktritt am 5. April 2007, ist die Ära des umtriebigen und umstrittenen Paschinger Bürgermeisters Fritz Böhm (SP) eigentlich vorbei - doch schwelt die Causa Böhm wegen Vorwürfen aus seiner Amtszeit weiter. Böhm selbst gibt sich heute wortkarg.

Nach langem Sträuben nahm Fritz Böhm am 5. April 2007 als Bürgermeister von Pasching den Hut. Fast ein Jahr vorher, im Mai 2006, war er wegen Amtsmissbrauchs, schweren Betrugs und Untreue zu einer hohen Geldstrafe und 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Doch schwelt die Causa Böhm nach einer anonymen Anzeige und einem Bericht des Landesrechnungshofes vom November ´06 immer noch weiter. Seit damals ermittelt die Staatsanwaltschaft wieder gegen Böhm, nachdem der Rechnungshof verschiedene Missstände und finanzielle Ungereimtheiten aus Böhms Amtszeit aufgezeigt hatte.

Dieses Verfahren sollte nun eingestellt werden. Doch der Nachfolger Böhms als Bürgermeister, Peter Mair, hat die Weiterführung beantragt. Am 3. April ist das Thema im Gemeinderat in Pasching.

„Ich genieße nun mein Leben in vollen Zügen“
Fritz Böhm (68), einst Paschings umtriebiger Bürgermeister und SP-Politiker, macht sich seit seinem Rücktritt vor einem Jahr nun einen Lenz.

Am 5. April 2007 wurde Ihre Karriere als Politiker beendet, das ist nun ziemlich genau ein Jahr her. Haben Sie denn jetzt mit Politik noch was zu tun?
Nein. Ich bin weg von der Gemeinde und habe diesbezüglich auch gar nichts mehr zu sagen.

Was haben Sie eigentlich in Ihren gut einjährigen „Ferien“ denn so getrieben?
Das interessiert glaub´ ich keinen. Es interessiert ja auch keinen, wenn Sie als Journalistin ein Jahr nicht mehr aktiv sind, was sie da getan haben, oder schon?

Ich bin überzeugt, dass sich viele Oberösterreicher für Sie interessieren.
Naja, ich habe nichts Bewegendes getan. Ich bin gerade - über die Osterfeiertage - in Italien, in

der Toskana. Und ich genieße nun mein Leben in vollen Zügen.

Und wie geht´s in Zukunft mit Ihnen weiter?
Ich will von mir nichts mehr in der Zeitung lesen - und wen geht´s was an, was ich in Zukunft mache?

 

Foto: Horst Einöder

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