So, 19. November 2017

Wehrlose Opfer

13.02.2008 19:17

Eltern schlagen sogar schon die Babys

Die wehrlosen Opfer werden immer jünger, überforderte Eltern schlagen schon Babys spitalsreif - das ist das erschütternde Ergebnis einer Langzeitstudie des Welser Klinikums. In den vergangenen zehn Jahren kümmerte sich die Kinderschutzgruppe um 168 kleine Patienten. Sie hatten sogar Bisswunden und Fesselspuren!

„Äußerlich sichtbare Verletzungen wie Finger- und Handabdrücke im Gesicht und am Körper, Bissverletzungen, Verletzungen im Mundbereich und in der oberen Gesichtspartie oder auch Fesselspuren sind die erschreckendsten Beweise für Missbrauch an Kindern. Leider müssen wir auch feststellen, dass Kindesmisshandlungen zugenommen haben. Allein im Vorjahr hatten wir 15 Verdachtsfälle“, weiß Oberarzt Christoph Offenberger, Leiter der Kinderschutzgruppe des Welser Klinikums. Das Team besteht aus Ärzten, Pflegern, Jugendwohlfahrt, Sozialarbeitern, Pädagogen und Psychologen.

Seit 1998 wurden 168 Verdachtsfälle an diese Gruppe gemeldet: 76 Misshandlungen, 47 Missbräuche und 45-mal Vernachlässigung. Nur 16 davon wurden angezeigt, aber 61 Kinder kamen in Betreuung oder auf Pflegeplätze. Besonders schlimm: Die Opfer werden immer jünger, 45 der Welser Patienten waren nicht einmal drei Jahre alt.

Symbolbild: Peter Tomschi

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