Mo, 23. April 2018

Nach Landesbeschluss

16.01.2018 16:56

Gebühren für Kinderbetreuung in Wels entschärft

Ab 1. Februar ist die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten nicht mehr gratis. Wels will, wie auch Linz, ein abgeschwächtes Modell durchsetzen. Die Details sind nun bekannt - und es hagelt gleich Kritik von der SPÖ. Apropos: In Steyregg fordern die Roten Betreuung zum Null-Tarif.

Obwohl am Land die ÖVP-FPÖ-Regierung das neue Tarifmodell für die Kindergärten beschlossen hat, tut es ihnen die Blau-Schwarze Welser Stadtregierung nicht gleich. Am gestrigen Dienstag hat Bürgermeister Andreas Rabl (VP) die abgeschwächte Version der Welser präsentiert. Es soll am 29. Jänner im Gemeinderat beschlossen werden, erntete aber sogleich Kritik von SPÖ und Grünen, die noch mehr Rücksicht auf einkommensschwache Familien fordern und im nächsten Gemeinderat einen Abänderungsantrag einbringen werden.

Reine Nachmittagsbetreuung in Wels gratis
Konkret hätten sich in Wels, wo derzeit 1843 Kinder einen der 23 Kindergärten besuchen, zuletzt zwei Problemfelder herauskristallisiert. "92 Kinder gehen nur nachmittags in den Kindergarten. Außerdem können viele ihre Kinder nicht pünktlich um 13 Uhr abholen ", so Rabl.

Für Abholungszeit gibt es "Puffer"
In Wels soll deshalb die reine Nachmittagsbetreuung weiter nichts kosten und für die Abholung soll es einen "Puffer" geben. Maximal zweieinhalb Stunden pro Woche dürfen Berufstätige die 13-Uhr-Marke überschreiten, um beitragsfrei zu bleiben. Ansonsten soll die vom Land beschlossene soziale Staffelung zwischen 42 und 110 € pro Monat gelten - soziale Härtefälle ausgenommen.

Steyregger SPÖ will Null-Tarif
In Steyregg fordert SP-Stadtrat Nikolaus Höfler auf Gebühren zu verzichten: "Als Nicht-Abgangsgemeinde können wir uns das leisten." Stadtchef Johann Würzburger (Bürgerliste) winkt ab: "Eine eigene Staffelung ist vorstellbar, aber ganz auf die Einnahmen verzichten will ich nicht."

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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