Di, 12. Dezember 2017

100.000 fordern:

04.12.2017 12:27

Disney soll EA "Star Wars"-Lizenz wieder entziehen

Mit den Lootboxen in "Star Wars Battlefront 2" hat Spiele-Publisher Electronic Arts (EA) sich den Gaming-Shitstorm des Jahres zugezogen. Zwar ruderte EA zurück, entfernte die In-Game-Käufe zum Release vorerst wieder aus dem Game. Doch der Zorn der Spieler brodelt weiter. So stark, dass 100.000 von ihnen eine Online-Petition unterschrieben haben, in der sie Disney, den Besitzer der "Star Wars"-Rechte", dazu auffordern, EA die Lizenz für "Star Wars"-Games wieder zu entziehen.

Schon zur Veröffentlichung von "Battlefront 2" hatte ein Spieler auf change.org eine Petition erstellt, in der er Disney auffordert, sich einen anderen Partner für "Star Wars"-Videospiele zu suchen. Dem Publisher gehe es nicht um Spielspaß, sondern nur um Geschäftemacherei, zitiert "Heise" aus den Vorwürfen des Gamers.

Für ihn sind nicht nur die beiden "Battlefront"-Games Beleg für seine Anschuldigungen, sondern auch, dass EA ein Einzelspieler-Game eingestampft haben soll, das beim "Dead Space"-Entwickler Visceral Games in Entwicklung gewesen sein soll.

100.000 Gamer haben Petition unterschrieben
Mit seiner Abneigung gegen Electronic Arts als Publisher für "Star Wars"-Games steht der Urheber der Petition nicht allein da. Er erfährt enorme Unterstützung: 100.000 Gamer haben sich seiner Forderung angeschlossen, täglich kommen mehr hinzu.

Es sind die Spätfolgen des größten Gaming-Skandals des Jahres. Weil EA in seinem Vollpreis-Shooter eine Art Glücksspiel mit gegen Echtgeld kaufbaren Lootboxen - quasi virtuelle Überraschungseier mit zufälligem Inhalt - eingebaut hat, haben sich nicht nur Massen von Spielern gegen solche Praktiken ausgesprochen. "Battlefront 2" hat sogar die Politik auf den Plan gerufen: US-Politiker sprechen von einem "Star-Wars-Onlinecasino", in Belgien will die Glücksspielbehörde solche Praktiken verbieten.

Zuletzt hatte sich zudem ein Gamer an die Öffentlichkeit gewandt, der nach eigenen Angaben süchtig nach solchen In-Game-Käufen war, mehr als 13.000 US-Dollar in verschiedenen Games versenkt hat und am Ende sogar eine Therapie machen musste.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden