Sa, 16. Dezember 2017

"Liebestod"

18.11.2017 16:33

Männer sterben zwölf Mal öfter beim Sex als Frauen

Der "Liebestod" ist männlich. Das geht aus einer Untersuchung von Rechtsmedizinern der Goethe-Universität Frankfurt am Main hervor. Demnach sterben Männer den schönsten aller Tode - also beim Sex - zwölf Mal häufiger als Frauen. Die Ehefrau ist dabei nur in den seltensten Fällen anwesend.

Die Mediziner um Lena Lange und Markus Parzeller untersuchten die Daten von 38.000 Autopsien der vergangenen 45 Jahre, um "Liebestote" ausfindig zu machen. In immerhin 99 Fällen, also 0,26 Prozent, konnte Sex als Auslöser für den Tod bestimmt werden. Betroffen sind demnach mehrheitlich Männer: Lediglich acht der 99 Liebestoten waren Frauen. Ihr durchschnittliches Todesalter lag bei 45 Jahren, jenes der Männer bei 57,2 Jahren.

Meiste "Liebestode" bei Sex mit Prostituierten
Der Liebestod ereilte die Opfer überwiegend zu Hause, im Frühling und Sommer. 34 der Männer starben beim Sex mit einer (in zwei Fällen zumindest zwei) Prostituierten. 30 erwischte es - der Position nach zu urteilen, in der sie aufgefunden wurden - beim Masturbieren. In lediglich neun Fällen starben die Männer beim Sex mit der Ehefrau, in sieben mit der Geliebten und in weiteren vier Fällen mit der Partnerin. Fünf Männer überlebten homosexuelle Kontakte nicht.

Bei den Frauen starben fünf beim Sex mit dem Partner und zwei beim Liebesspiel mit einem Geliebten oder Freund. Für den letzten, achten Fall lagen keine dahingehenden Informationen vor.

Zu große Belastung
Während der Sex und die damit verbundene körperliche Belastung der Auslöser für den Tod zu sein scheint, wurden als Todesursache hauptsächlich koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkte oder Hirnblutungen angegeben. Aber auch geplatzte Aneurysmen oder krankhaft erweiterte Schlagadern werden als Gründe für den Liebestod genannt. Die Rechtsmediziner raten daher dazu, Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen über mögliche Risiken, einen "Liebestod" zu sterben, aufzuklären.

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