Mi, 13. Dezember 2017

Einige weigern sich

30.10.2017 17:50

Wels will Orte für Wirtschaftspark ködern

Anfang 2017 wurde der Wirtschaftspark Voralpenland gegründet. 16 Wels-Land-Gemeinden und die Stadt Wels sind dabei, bringen Betriebsbauflächen und Geld ein. Dass jene Gemeinden mit vielen Baugrundstücken den Beitritt verweigern, ist Wels immer noch ein Dorn im Auge.

Mit Argusaugen will der Welser Wirtschaftsreferent Peter Lehner (VP) beobachten, ob die  "Wirtschaftspark-Verweigerer" Marchtrenk, Sattledt und Eberstalzell weitere Betriebsbaugebiete widmen dürfen. Sie sind zwar mit großen Arealen gesegnet, die Reserven werden aber irgendwann zu Ende gehen." Wir als Stadt Wels sind quasi gezwungen worden, beizutreten und unsere Flächen einzubringen. Dort sollten wir unsere Probleme mit dem Flächen-Mangel lösen. Nur die Gemeinden, die wirklich viele Flächen zur Verfügung hätten, wollen nicht mitmachen", ist Lehner verärgert.

Obmann Rabl will Überzeugungsarbeit leisten
Wirtschaftspark-Obmann ist der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP). Auch er will Überzeugungsarbeit leisten, um die lukrativen Gemeinden einzugliedern. "Die Flächen der Stadt Wels sind im Wesentlichen aufgebraucht, aber wir können zumindest neue widmen." Ein Problem wären auch verkaufsunwillige Eigentümer von Betriebsbaugründen.

Marchtrenks Bürgermeister: "Welser wollen nur mitnaschen"
Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr (SP) amüsiert sich über die ständigen Bekehrungsversuche: "Unsere Gemeinde hat letztes Jahr mehr Jobs als Wels geschaffen. Wir werden sicher nicht unser Mitspracherecht einschränken, indem wir beitreten. Flächen haben wir noch genug - und die Welser wollen ja nur mitnaschen."

Austritt möglich
Übrigens: Falls Wels gar nicht mehr zufrieden ist, könnte die Stadt aus dem Wirtschaftspark austreten. Das ist vertraglich möglich.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden