So, 19. November 2017

1800 Einsätze:

29.10.2017 20:14

Sturm fegte mit 140 km/h durch Oberösterreich

Solche Stürme sind wir nicht gewohnt: Mit Spitzenböen bis zu 140 km/h wie in Enns tobte am Sonntag Sturmtief "Herwart" durch halb Österreich. In unserem Bundesland rückten 8000 Feuerwehrleute zu 1800 Einsätzen aus. 75.000 Haushalte waren ohne Strom.

Von  Mitternacht bis Nachmittag hatte die Landeswarnzentrale  406 Feuerwehren zu 737 Einsätzen  alarmiert, berichtet Offizier vom Dienst Mario Leidinger: "Insgesamt waren dies, inklusive der direkt vor Ort von den Feuerwehren selbstständig abgearbeiteten Ereignisse, mehr als 1800 Einsätze, bei denen etwa 8000 Feuerwehrleute gearbeitet haben."

Einbruchsalarme gingen los
Die meisten Schadensfälle waren umgestürzte Bäume auf Verkehrswegen und Stromleitungen, beschädigte Dächer und Häuser, umgestürzte Bauzäune und Plakatwände sowie durch den Wind ausgelöste Einbruchs- und Brandmeldealarme.

Ast traf Fußgeher am Kopf
In Ansfelden wurde ein Mann von einem Ast getroffen, kam verletzt ins Spital. Und in Weyer wurden 30 Autolenker angezeigt, weil sie sturmbedingte Straßensperren missachtet hatten.
Die Landeshauptstadt Linz kam relativ glimpflich davon, wie Albert Riedl von der Linzer Berufsfeuerwehr berichtet: "Wir mussten zwischen 9.45 und 12 Uhr  insgesamt 62 Einsätze abarbeiten, vorwiegend abgebrochene Äste und Sicherungsmaßnahmen an Blechdächern."

75.000 Haushalte ohne Strom
Etwa 60.000 Kunden  von Energie AG - hauptsächlich in den Bezirken Schärding und Rohrbach sowie im Alpenvorland - und 15.000 von Linz-Strom waren stundenlang ohne Strom, weil stürzende Bäume Leitungen gekappt hatten. Hunderte Monteure arbeiteten permanent daran, die Störungen zu beseitigen.
Wegen des Super-Sturms musste in den Morgenstunden sogar die Pyhrnautobahn gesperrt werden.

Windrekord in Enns
Die bundesweit höchsten Sturmspitzen wurden übrigens in Enns (Flachland) mit 140 km/h und Feuerkogel (Bergland) mit 180 km/h gemessen. In Kremsmünster waren es 126 und am Linzer Flughafen 115 km/h.

Christoph Gantner, Johann Haginger, Kronen Zeitung

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