Do, 24. Mai 2018

Vergleichen lohnt

16.08.2017 16:44

Schulanfang ist richtig teuer!

Für die Eltern hat die Schule schon längst angefangen - zumindest die Vorbereitung. Denn die 190.000 Kinder und Jugendlichen haben schon längst detaillierte Listen daheim, welche Stifte oder Hefte, sogar welche Turnschuhe gebraucht werden. Und so ein Schulanfang ist richtig teuer: Die Ausstattung von Erstklasslern kostet rund 100 Euro, die von Mittelschülern gar 160 Euro.

Und da sind die Schultaschen, Turnsackerln, Jausenbox oder Schlapfen noch gar nicht eingerechnet! "Vergleichen lohnt sich, allerdings ist es nicht immer zielführend, wegen weniger Cent Unterschied bei Einzelartikeln viele Geschäfte abzuklappern", sagt Ulrike Weiß, Chefin des oö. Arbeiterkammer-Konsumentenschutzes.

Mehr als 71 Prozent Differenz

Bei einem Testeinkauf eines durchschnittlichen Warenkorbes kam heraus, dass bei den Volksschulen der Unterschied zwischen Markenprodukten und billigen Alternativen fast 62 Prozent beträgt. In Summe wohlgemerkt, wobei die günstigste Rechnung 63,13 Euro ausmachte, die teuerste 101,94 Euro.
Der Warenkorb bei der Neuen Mittelschule kostet zwischen 93,69 Euro und 160,65 Euro - das sind mehr als 71 Prozent Differenz.

Einkaufshilfe wird angeboten
In zwölf der 15 getesteten Geschäfte und Supermärkte wird angeboten, dass Eltern die Einkaufsliste abgeben und die benötigten Waren zusammengestellt werden. In den anderen drei Geschäften helfen Mitarbeiter beim Abarbeiten der Liste.

Rabatte und Aktionen unbedingt nutzen

"Erkundigen Sie sich auch nach Aktionen, gerade zu Schulanfang", rät Weiß. So bietet etwa Maximarkt einen 20-Prozent-Rabatt auf alle Schulartikel bis 26. August und Büroland Wiesmayr eine Bestpreis-Garantie auf Nicht-Aktionen sogar das gesamte Jahr.
Ein Fazit des Tests, der unter ooe.konsumentenschutz.at detailliert abgerufen werden kann, ist auch, dass es nicht ein Geschäft gibt, in dem alles am billigsten oder am teuersten ist.

400 Euro für Nachhilfe
im Sommer bezahltDeutlich teurer als die Schulsachen ist für die Eltern von jedem fünften Kind oder Teenager übrigens der Lernerfolg zu erkaufen. Denn alleine in den Sommerferien geben betroffene Eltern gerne bis zu 400 Euro je Kind aus. "Wer zu Schulbeginn den Stoff des Vorjahres parat hat, ist deutlich im Vorteil", sagt Friedrich Wurm von der Schülerhilfe Linz. Nachhilfefach Nummer 1 ist und bleibt Mathe, dann folgen Fremdsprachen und Deutsch.

40 Prozent Erfolgs-Chance
Im Schnitt schaffen 40 Prozent der Prüfungs-Kandidaten den "Nachzipf". Dabei haben jene, die sich Profi-Hilfe holen, mit mehr als 80 Prozent Erfolg höhere Chancen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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