So, 20. Mai 2018

Skurrile Panne

16.08.2017 15:50

Ein Pflaster aus Grabsteinen

Auch das noch! Ausgerechnet kurz vor der für Freitag geplanten Eröffnung des neuen Hans-Gasser-Platzes in Villach lassen Fehler bei der Pflasterung die Wogen hochgehen. Passanten haben entdeckt, dass auf dem Platz alte Grabsteine verlegt wurden, deren Inschriften zum Teil noch zu lesen sind. Jetzt muss wieder aufgegraben werden.

Ein Villacher hat den Fehler auf Facebook gepostet und gleich auch noch vorgeschlagen, den Hans-Gasser-Platz in "Friedhofsmeile" oder "Gothic-Meile" umzubenennen.

Auf dem Areal, das um 2,4 Millionen Euro umgebaut wurde, waren nämlich auch alte Grabsteine verlegt worden. Stadtrat und Pfarrgemeinderat Erwin Baumann: "Dass das Material recycelt wird, ist gut. Was aber da passiert ist, ist mehr als pietätlos." Da fehle es seines Erachtens auch an Respekt gegenüber den Angehörigen.

Auf einigen Platten in der Pflasterung seien nämlich noch Namen, Jahreszahlen und Kreuze zu erkennen.

Baustadtrat Harald Sobe ist ebenfalls erschüttert: "Wie das von der Firma so verlegt werden konnte, ist mir wirklich schleierhaft."

Auch ein Bereich des Platzes, der bereits im Vorjahr saniert worden ist, sei mit Recyclingsteinen in drei verschiedenen Grautönen gepflastert worden: "Da ist dieses peinliche Malheur allerdings nicht passiert."

Die Stadt habe keine andere Wahl, als die für die Pflasterung verantwortliche Firma zur Verantwortung ziehen. Sobe: "Diese Fehler müssen sofort ausgebessert werden!"

Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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