Sa, 26. Mai 2018

Bernstein-Fund

17.08.2017 10:05

Urzeit-Libelle nach David Attenborough benannt

Eine hundert Millionen Jahre alte Libelle ist nach David Attenborough benannt worden. Anlass war der - allerdings schon ein Jahr zurückliegende - 90. Geburtstag des britischen Naturforschers und Tierfilmers. Das filigrane Tier, von nun an Mesosticta davidattenboroughi genannt, wurde in Myanmar in einer Bernsteinperle entdeckt.

"Libellen in Bernstein sind äußerst selten", erklärte Edmund Jarzembowski, Wissenschafter am Natural History Museum in London und Anmelder des neuen Namens. Das Urzeit-Insekt sei gut erhalten und sogar ein Flügelpaar sei noch zu erkennen, heißt es von ihm im Journal of Systematic Palaeontology. Jarzembowski: "Sir David war sehr angetan, nicht nur weil er sich für Bernstein interessiert, sondern auch, weil er Vorsitzender der Britischen Libellengesellschaft ist."

Bernstein konserviert Insekten für Jahrmillionen
Bernstein ist fossiles Harz. In seinem flüssigen Zustand können Insekten darin kleben bleiben und in dem Material für Jahrmillionen konserviert werden. Als die Libellen lebten, war die Erde noch von Dinosauriern bevölkert.

Schon Rüsselkäfer und Saurier nach Attenborough benannt
Die Libelle reiht sich in eine Reihe von Tieren ein, die nach dem BBC-Moderator, der für seine Verdienste 1985 zum Ritter geschlagen wurde, benannt wurden: Seinen Namen tragen bereits ein Rüsselkäfer, ein Fisch und ein Plesiosaurier. Bekannt wurde der 91-Jährige durch die TV-Dokumentation "Life on Earth", die weltweit von mehr als einer halben Milliarde Menschen gesehen wurde. Altenborough ist auch für sein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel bekannt.

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