Fr, 17. November 2017

US-Retter scheitern

13.08.2017 13:08

Wrack mit Opfern hängt seit Wochen in Fluss fest

Mit einem Wunder rechnet hier in Fresno im US-Bundesstaat Kalifornien niemand mehr: Seit zwei Wochen versuchen Polizei und Feuerwehr, ein Auto zu erreichen, das über eine 150 Meter hohe Klippe in den reißenden Kings River gestürzt ist und dort unnahbar auf einem Felsen zum Liegen gekommen ist. Die Leichen zweier vermisster thailändischer Studenten sollen sich im Wrack befinden.

Nur mit ferngesteuerten Kamera-Drohnen ist es bisher gelungen, sich dem Wagen zu nähern und einen Blick ins Innere zu werfen, so das Büro des Sheriffs von Fresno, rund drei Stunden nördlich von Los Angeles. Da beide Airbags auslösten, sei kaum etwas zu sehen, man habe aber mittlerweile zwei Körper im Wageninneren orten können. Ob es sich dabei um die seit zwei Wochen vermissten Studenten aus Thailand handelt, sei bislang noch nicht eindeutig geklärt.

Familie der Vermissten protestiert
Dennoch hat die Familie der beiden vermeintlichen Opfer Bhakapon Chairatanathongporn, 28, und Thiwadee Saengsuriyarit, 24, bereits schwere Anschuldigungen gegen die Einsatzkräfte erhoben: "In Thailand wäre das Wrack innerhalb von zwölf Stunden geborgen worden", tobte ein Onkel der beiden Studenten öffentlich. Auch das thailändische Konsulat hat mittlerweile protestiert und Kalifornien aufgefordert, das Wrack endlich aus dem Fluss zu heben.

Ursache für Crash dürfte feststehen
"Für uns steht die Sicherheit der Bergekräfte im Vordergrund", so ein Sprecher des Sheriffs. "Wir fordern derzeit Hilfe von anderen Behörden in Kalifornien an." Warum das Mietauto die Klippe hinabgestürzt ist, dürfte hingegen bereits geklärt sein: Bremsspuren und eine durchbrochene Leitschiene deuten darauf hin, dass der Lenker eine Kurve zu spät gesehen hatte.

Paul Tikal
Paul Tikal
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