Fr, 24. November 2017

Kult lebt weiter:

29.06.2017 17:50

Warmer Hans übersiedelt von Linz ins Mühlviertel

Im Linzer Kult-Würstelstand Warmer Hans am Hauptplatz sollte im Morgengrauen zum Samstag die letzte Wurst über die Theke wandern. Doch in letzter Minute wurde die 45 Jahre Kult-Bude nun gerettet! Lieferant Manfred Zinöcker nimmt sich den "Hans" mit ins Mühlviertel und sprach mit der "Krone".

Ab Samstag gibt’s in der Linzer Innenstadt nur noch sieben Würstelstandln. Sie werden immer häufiger von Kebap, Pizza, Burger und Co. abgelöst. "Die Würstelstandkultur stirbt in Linz aus. Im Mühlviertel ist das anders - da wird ein Paar Würste noch geschätzt", weiß Manfred Zinöcker, der sich den Warmen Hans ins Mühlviertel holt!


Name und Stand gekauft
Der 45-Jährige ist nicht nur Fleischer, Caterer und Inhaber des Imbissstandes beim Empire St. Martin, sondern "wie viele Pendler aus dem Mühlviertel" auch ein eingefleischter Fan des Nachtschwärmer-Treffs am Hauptplatz. Deshalb hat er das schon legendäre Standl samt Name von Inhaberin Rita Lehner gekauft - es wird ein Gemeinschaftsprojekt mit der Freiwilligen Feuerwehr Plöcking.



"Hab´den Hans gut gekannt"
"Die Feuerwehr feiert Mitte August 2018 ein großes Fest und ich dachte, der Warme Hans würde optimal hineinpassen. Nach langem Hin und Her haben wir uns jetzt zusammengetan und das Original-Standl gekauft", erzählt Zinöcker und schwärmt: "Schon in der Lehrzeit hatte ich mit dem Standl zu tun, seit vier Jahren beliefere ich ihn mit meinen Wurstwaren. Ich hab den Hans gut gekannt, war bei ihm oft Käsekrainer mit Ketchup und Silberzwiebeln essen, hinten nach noch ein Pusztalaiberl. Wäre doch schade drum, wenn’s den Betrieb nicht mehr gibt."



Abbau beginnt um 6.15 Uhr
Am Samstag rückt Zinöcker um 6.15 Uhr mit Helfern an, um mit dem Abbau zu beginnen. Geplant ist, den Würstelstand auf einen Anhänger zu hieven, damit er künftig auf vielen Veranstaltungen eingesetzt werden kann. "Wir werden damit jetzt richtig Gas geben und den Warmen Hans weiterleben lassen!"

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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