Fr, 15. Dezember 2017

Badeunfall

29.06.2017 17:21

Kleine Schwester als Heldin im Freibad

Die Serie schwerer Badeunfälle reißt nicht ab. Eine 15-Jährige erlitt im Freibad von St. Agatha einen epileptischen Anfall und verlor das Bewusstsein. Ihre Schwester (11) sah sie mit dem Gesicht nach unten im Wasser treiben und versuchte sofort, sie umzudrehen. Zwei Frauen halfen, die 15-Jährige aus dem Becken zu ziehen.

Es sollte ein entspannter Familienausflug ins Freibad werden. Die aus Hartkirchen stammenden Eltern waren mit ihren zwei Töchtern ins öffentliche Gemeindebad von Sankt Agatha gefahren. Die Schwestern hielten sich im Nichtschwimmerbecken auf, als die 15-jährige Victoria offenbar unbemerkt plötzlich einen epileptischen Anfall erlitt. Die Schülerin verlor das Bewusstsein und trieb in dem 1,1 Meter tiefen Wasser. Als die elfjährigen Katharina das sah, eilte sie sofort zur älteren Schwester und versuchte, sie umzudrehen. Auch Johanna W. (34) aus St. Agatha fiel das bewusstlose Mädchen auf, sie sprang ins Wasser.

Herzmassagen
Mit vereinten Kräften - eine weitere Frau half noch mit - gelang es, Victoria aus dem Becken zu ziehen. Da sie nicht mehr atmete und schon ganz blau im Gesicht war, begannen die Frauen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. "Ich bin auf der anderen Seite des Bades gewesen. Als ich hinkam, waren die Frauen schon bei der Herzmassage", sagt Bademeister Karl K. Auch die Eltern wurden auf das Unglück aufmerksam. "Der Vater ist verzweifelt danebengestanden."
Dank der Reanimationsmaßnahmen gelang es, die 15-Jährige bis zum Eintreffen des Notarztes zu stabilisieren. "Sie war dann wieder ansprechbar", erzählt K. Victoria wurde in die Kepler Uniklinik gebracht, wo sie auf der chirurgischen Intensivstation im MedCampus IV betreut wird. "Ihr Zustand ist stabil, aber noch ernst", sagt Spitalsprecher Clemens Kukacka.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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