Di, 21. November 2017

Wirbel in Wohnanlage

13.06.2017 05:41

Zu viel Lärm gemacht: Fußballverbot für Kinder

Ein Rundschreiben der Hauserverwaltung der Neuen Heimat sorgt in der Lilienthalstraße und am Vogelfängerplatz für Aufregung! Die Genossenschaft untersagt wegen einer Beschwerde und aus Rücksicht auf Menschen, die keine Kinder haben und ihre Ruhe genießen wollen, den Jugendlichen das Fußballspielen.

"Wir stehen zum Fußballverbot. Dieses gilt auf allen unseren Wohnanlagen, weil das Kicken oft zu Irritationen führt", ist Robert Oberleitner, Chef der Wohnbaugenossenschaft Neue Heimat, vom Wirbel in der Lilienthalstraße und am Vogelfängerplatz überrascht. Das Verbot und Hinweisschild auf den Spielplätzen gibt es schon seit geraumer Zeit. Und Oberleitner sieht auch keinen Grund für eine Aufhebung des Verbots: "Der Flötzerweg ist in der Nähe der Wohnhäuser. Dort gibt es genügend Sportplätze."

Konflikt der Generationen
Der Genossenschaftschef gibt aber zu, dass es in den Wohnanlagen seit längerem einen Konflikt der Generationen gibt. Während die Älteren gerne ihre Ruhe hätten, jagen viele Fußballbegeisterte dem runden Leder nach. "Das sind keine kleinen Kinder, sondern Jugendliche", sagt Oberleitner.
Mit einem Rundschreiben erinnerte die Genossenschaft an das Verbot. "Man solle Rücksicht auf jene Mieter nehmen, die keine Kinder haben", hieß es unter anderem in dem Schreiben. Damit goss die Hausverwaltung noch mehr Öl ins Feuer. "Ich traue mich dazu nichts zu sagen, sonst wird mein Auto zerkratzt", sagt ein älterer Bewohner.
Der Kleinmünchner ÖVP-Gemeinderat Wolfgang Steiger hat für das Verbot gar kein Verständnis: "Die Kinder spielen doch nicht bis Mitternacht. Wenn sie Lärm machen, heißt das, dass sie Spaß haben. Das wird ihnen verboten. Das geht gar nicht!"

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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