Di, 17. Oktober 2017

Nach 20 Jahren

29.05.2017 15:41

Verschollene Börse aus Attersee gefischt

Der Finderlohn gebührt den Nixen: 20 Jahre nachdem Berufsfischer und Literat Hans Eichhorn seine Geldtasche verloren hatte, "fing" er das verschollene Börserl mit einem Anker in 90 Meter Tiefe im Attersee. "Wie groß war dafür wohl die Wahrscheinlichkeit?", fragt Eichhorn - "ich sollte Lotto spielen."

"Ich wusste, dass ich mein Geldtascherl irgendwo verlegt hatte. Endlich habe ich es wieder. 90 Meter tief auf dem Grund des Attersees hat es sich nach 20 Jahren am Anker verhängt. Gut 500 Schilling waren drin. Da kommt Freude auf. Wie groß war dafür wohl die Wahrscheinlichkeit? Ich sollte wieder Lotto spielen", meint Hans Eichhorn (61) aus Attersee am gleichnamigen See auf Facebook über seinen ungewöhnlichen Fund.

Gattin Elisabeth zur "Krone": "Wir waren am Samstag mit einem unserer drei Söhne draußen auf dem See, um Reinanken zu fangen. Als mein Mann 800 Meter vom Ufer entfernt den Anker hochgezogen hat, hatte sich in den Schnüren etwas verfangen. Er hat es mir zum Abwaschen gegeben. Als ich das lederne Geldtascherl aufmache, lese ich auf einem Karterl seinen Namen. Wir waren selber ganz baff."
In dem im wahrsten Sinn des Wortes wieder aufgetauchten Portemonnaie befanden sich eine Kunden- und eine Bankomatkarte, einige Münzen sowie 500 Schilling in Banknoten."

"Auf dem Kalender in der Börse war nur noch die Jah-reszahl 199 zu lesen. Wir haben recherchiert. Mein Mann muss die Geldtasche 1992 oder 1998 verloren haben", sagt Elisabeth Eichhorn. "Dass so etwas passiert, hätten wir nie geglaubt."

von Christoph Gantner

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