Fr, 24. November 2017

Lokalaugenschein

29.05.2017 08:58

10 Fakten, warum Bahnhof nicht zur Ruhe kommt

Schlägereien, Betrunkene, Stänkerer - viele Menschen haben Angst am Linzer Hauptbahnhof. Ideen für Abhilfe gibt es, es hapert aber an der Umsetzung!

Ein "Krone"-Lokalaugenschein hatte - wie berichtet - bestätigt, wie groß die Angst vieler Besucher am Linzer Hauptbahnhof ist. "Vor allem am Abend traut man sich kaum noch hier her", und: "Das Problem zieht sich jetzt auch in den Park vorm Bahnhof und die Seitenstraßen", war zu hören. Erst Samstagabend schlägerten Ausländergruppen beim bahnhofnahen Musiktheater, verschwanden, als die Polizei anrückte. Und so sieht es derzeit aus:

WLAN: Trotz Beschluss beim Sicherheitsgipfel wollen die ÖBB keine WLAN-Beschränkung am Linzer Hauptbahnhof. Geschäftsleute - wie die Bar-Lounge "people" - zeigens vor: "Wir haben das freie WLAN gesperrt, Zugang gibt’s nur noch mit Passwort, das bei uns erhältlich ist", erklärt Kellnerin Sarah.
ALKOHOL: Ein Alkoholverbot am Bahnhof - nach Innsbrucker Vorbild - scheiterte bisher bei den Abstimmungen im Gemeinderat.
BETREUUNG: Integrationslandesrat Rudi Anschber wünschte sich mehr soziale Betreuung durch Streetworker - die sind dort bisher aber kaum zu sehen.
ORDNUNGSDIENST: Der sollte auch am Bahnhof Zutritt haben und auch in Zivil kontrollieren dürfen.
ÜBERWACHUNG: Die schon sehr in die Jahre gekommene Video-Überwachung am Hauptbahnhof reicht bei weitem nicht mehr aus.
SICHERHEITSKRÄFTE: Die rote Linzer Polizeiführung wünscht sich mehr Personal, die schwarze Landespolizeiführung hingegen setzt auf eine flexible Sondereinheit.
STADTPARTEI: Erst luden  die Grünen zu einem runden Tisch, dann die Stadt zu einem Sicherheitsgipfel. Erfolg: Null! Bei Abstimmungen zu Maßnahmen gibt es Partei-Querelen - Sicherheit darf aber kein Mittel zu Körberlgeld für die Parteien sein, sondern muss von der Stadtregierung rasch umgesetzt werden.
DROGEN: Um die Drogenszene fernzuhalten, war eine  Berieselung mit  klassischer Musik geplant. Das wird im Hamburger Bahnhof bereits erfolgreich umgesetzt. In Linz aber nicht.
POLIZEIGESETZ: Mit ortspolizeilichen Verordnungen könnten an bestimmten Plätzen und Parks  Alkoholverbot verhängt und störende Personen und Gruppen weggewiesen werden. "Davon wird allerdings kaum Gebrauch gemacht", kritisiert der Linzer VP-Klubobmann Martin Hajart.
STRAFEN: Wird einmal ein Raufbold erwischt, passiert ihm praktisch nichts. Er wird meist nur wegen Ordnungwidrigkeit angezeigt.   "Bei strafunmündigen Tätern ist das österreichische Rechtssystem schlicht handlungsunfähig. Das Jugendstrafrecht muss im Hinblick auf die brutalen Massenschlägereien vor allem zwischen jungen Ausländern dringend angepasst werden", fordert FP-Klubobmann Herwig Mahr.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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