Di, 12. Dezember 2017

Gefährlicher Monat

03.05.2017 06:05

Zahl der Unfälle steigt im Mai um ein Drittel!

Es ist ein trauriger Trend, der seit Jahren leider auch in Oberösterreich zu beobachten ist: Die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr nimmt im Wonnemonat Mai im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten sprunghaft zu. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gibt es ein durchschnittliches Plus von 33 Prozent.

Statistisch betrachtet zählt der Mai zu den gefährlichsten Monaten im Straßenverkehr. Das belegen auch die Daten der Statistik Austria: Die Zahl der Verletzten lag allein in den vergangenen sieben Jahren im Vergleich zum Monatsschnitt Jänner bis April jeweils um 29 Prozent höher. Auch bei den Verkehrstoten wurde ein Anstieg von 25 Prozent verzeichnet. Insgesamt hat es demnach im Mai um 33 Prozent mehr Unfälle gegeben.
"Eine Ursache für den Anstieg schwerer Verkehrsunfälle ist, dass mehr Mopeds und Motorräder unterwegs sind", sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Außerdem nehme im Mai auch der Ausflugsverkehr zu. "Viele Ziele sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar - mit dem Auto ist aber das Unfallrisiko deutlich höher", so Gratzer. Unachtsamkeit, zu hohes Tempo und Ablenkung seien die Hauptunfallursachen.

"Mehr Zeltfeste als in Wintermonaten"
Christian Gratzer sieht neben Zweiradfahrten auch eine Zunahme beim Ausflugsverkehr als Grund für erhöhte Unfallträchtigkeit im Mai.

Es überrascht, dass nicht die schnee- und frostreichen Monate Jänner, Februar und März erhöhte Unfallzahlen aufweisen, sondern der Mai.
Das hat damit zu tun, dass die Leute ab Mai wieder verstärkt auf Zweirädern unterwegs sind. Aber auch damit, dass mehr Autofahrten für private Vergnügungen unternommen werden. Auch nachts ist mehr los auf den Straßen. Beispielsweise gibt es ab Mai wieder mehr Zeltfeste, zu denen man vielfach aber nur mit dem Auto hinkommt.

Die erhöhten Unfallzahlen sind daher nicht allein auf den Mai beschränkt?
Nein, denn auch der Juni, Juli und August haben vergleichbare Unfallzahlen. Einen Rückgang gibt es dann erst wieder ab September.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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