Sa, 25. November 2017

Durch Umstellung:

15.04.2017 09:49

Für Bio-Eier müssen keine Hähnchen mehr sterben!

Eier-Produzenten brauchen nur Hennen, daher werden deren Brüder nach dem Schlüpfen getötet. Bei Oberösterreichs Produzenten von Bio-Eiern ist das dank Umstellung auf eine spezielle Hühnerrasse mit diesen Ostern vorbei, freuen sich Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Biohof-Besitzer Martin Tragler.

Oberösterreich ist die erste Region, in der sich die Produzenten von Bio-Eiern gegen die Tötung der Hahnenküken entschieden haben; heuer zu Ostern ist die Umsetzung abgeschlossen. Das funktioniert über die Hühnerrasse "Sandy", ein sogenanntes Zweinutzungshuhn, das also sowohl als Legehenne als auch zur Mast geeignet ist. Allerdings sind die Aufzuchtkosten höher; es sei aber gelungen, beim Handel 2 bis 3 Cent Aufschlag pro Bio-Ei durchzubringen, erzählt Tragler, der die Umstellung oberösterreichweit vorangetrieben hat - siehe auch Interview. Keim des Ganzen war ein Bio-Pilotprojekt in Schlierbach von der dortigen Geflügel GmbH.

Ausweitung auf alle Eier-Produzenten
Anschober wünscht sich eine Ausweitung auf alle Eierproduzenten: "Das große Kükensterben muss generell ein Ende haben. Ich appelliere an Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, ein Umstiegsprogramm auf Zweinutzungshühner in die Wege zu leiten."
In Österreich wurden im Jahr 2014 fast 9,5 Millionen männliche Küken mit Kohlendioxid getötet, so die letzte verfügbare Zahl zu diesem Dilemma.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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