Sa, 18. November 2017

Pakete und Airbags:

06.02.2017 10:57

Plündererbande nach Millionenbeute gefasst

Sie knackten Lkw-Container und plünderten die Ladungen. Sie bauten aus Fahrzeugen massenweise Airbags aus und verkauften sie nach China. Nun konnten oberösterreichische Ermittler als Täter eine Polenbande ausforschen, die bereits seit dem Jahr 2013 aktiv sein soll. Der von den Verdächtigen angerichtete Schaden geht weit über eine Million Euro hinaus.

Die Bande hatte sich auf das Knacken von WAB-Containern - das sind Wechselaufbauten von Lkw - spezialisiert. In den Containern rissen sie dann Paketsendungen auf, konzentrierten sich bei der Beute vorwiegend auf Elektronikartikel, wie Tablets oder Mobiltelefone. Aktiv war die Tätergruppe bei Speditionen in Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich. Als dann im April des Vorjahres bei einem Wohnungseinbruch in Perchtoldsdorf (NÖ) drei polinische Staatsbürger im Alter von 34, 32 und 24 Jahren auf frischer Tat geschnappt wurden, hatten die Kriminalisten eine erste Spur zur Containerbande: Gesicherte Spuren passten zusammen. Demnach soll das gefasste Trio gemeinsam mit einem 37-jährigen Polen innerhalb eines Jahres 28 Einbruchsdiebstähle in WAB-Container, Wohnhäuser und Werkstätten mit einem Schaden von mehr als einer Million Euro verübt haben.

Zu diesen Coups gehört auch eine Serie von Airbag-Diebstählen in Salzburg und Oberösterreich im Wert von mehreren hunderttausend Euro. 25 der in Oberösterreich erbeuteten Airbags konnten in Deutschland auf dem Postweg sicher gestellt werden: Die Täter hatten sie von Polen aus nach China schicken wollen.

Auch ein versuchter Bankomatdiebstahl in Himberg (NÖ) soll auf das Konto dieser Polen-Bande gehen: Die Täter wollten mit einem drei Wochen zuvor gestohlenen Transporter und einer Eisenkette aus dem Foyer eines Lebensmittelmarktes den Bankomat heraus reißen. Dabei lösten sie den Alarm aus, rasch trafen Polizeistreifen am Tatort ein. Die Bande flüchtete, ließ alles zurück - auch ihre Spuren ...

Drei der Verdächtigen sitzen nun in Linz in Untersuchungshaft, gegen einen vierten wird noch ermittelt.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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